YouTube - Oguz Yilmaz aus dem Y-Titty-Trio im Interview

In einem Interview spricht YouTube - Star Oguz Yilmaz über die Hintergründe der Szene und den Mangel an Regelungen für Internet-Auftritte.

Auf der ersten deutschen Influencer Marketing Konferenz, der Inreach, plauderte YouTube-Star Oguz Yilmaz aus dem Nähkästchen und beantwortete dem Webmagazin HORIZONT Online einige Fragen rund um den Aufbau einer Sendung, Schleichwerbung und fehlende Regulierungen.

Gerade das Werben für Produkte, ob im Hintergrund oder frei heraus, sei unbekanntes Terrain für viele Influencer, da es keine konkreten Richtlinien für Product Placement im Netz gäbe. Viele Quellen behaupten unterschiedliches, weshalb jeder die Regelungen selbst zu interpretieren versucht und es am Schluss jeder anders macht. Das Sorgt für Stress unter den Kollegen und hat auch schon den ein oder anderen Shitstorm seitens der Community über YouTubern hereinbrechen lassen. Aus diesem und anderen Gründen wünscht sich Yilmaz eine klare Ansage der Landesmedienanstalten und entsprechende Vorgaben, wie dieses Thema zu handhaben sei.

Die Entlohnung für das zur Verfügung stellen der eigenen Person ist dem Y-Titty-Mitglied ebenfalls ein Dorn im Auge:

Es gibt durchaus noch andere wichtige Baustellen. Zum Beispiel das Preis-Dumping von Agenturen, die Influencer häufig unter Wert verramschen. Dabei geht vor allem denjenigen Influencern viel Geld durch die Lappen, die gerade so von den Einnahmen leben können. Da geht es um die Existenz. Ich finde das viel schlimmer als die Schleichwerbung-Debatte. Denn eines muss in die Köpfe der Leute: Man kann von den Werbeeinnahmen bei Youtube nicht leben.
Auch wir sind angewiesen auf Markenkooperationen. Ich behaupte, dass allein von den Youtube-Werbeeinahmen und ohne Product Placement keiner in Deutschland dauerhaft überleben kann.

Auf die Frage hin, wie es denn mit YouTube-Persönlichkeiten wie ihm in Zukunft weitergehen soll und ob Kino oder Fernsehen eine Option wäre, reagiert der 24-jährige Oberpfälzer pragmatisch.

Irgendwann muss man gucken, wie es weitergeht. Kino und TV können die Lösung sein. Der wesentliche Nachteil der Videoplattform: Du kannst zwar ohne große Investitionen viel Reichweite generieren, aber um diese Reichweite dann dauerhaft zu monetarisieren, muss man Youtube verlassen.

Wie stehst du zur YouTube-Szene? Schaust du dir häufig Streams derselben Internet-Stars an, oder scrollst du wahllos durch die unendlichen Archive des Video-Portals? Poste deine Meinung und Erfahrungen in die Kommentare!

Quelle: Horizont

10. Dez 2015, 08:57
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Tobias Heinen
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