Amoklauf in Counterstrike nachgespielt

Nach dem Attentat in München rücken Spiele wie Counterstrike wieder ins Visier der Ermittler. Besonders die Steam-Plattform hat es den Behörden angetan.

Counterstrike - Global Offensive ist einer der beliebtesten Shooter im PC-Sektor. Auch im eSport ist der Titel vertreten. Nach einem Amoklauf in München, bei dem ein 18-Jähriger für neun Tote verantwortlich war, sind "Killerspiele" wieder ein aktuelles Thema. Der Schütze richtete sich nach der Tat selbst. Die Behörden haben nun die Online-Plattform Steam im Visier. Dort soll sich eine regelrechte Amok-Fan-Szene gebildet haben. Es werden Amokläufe nachgespielt und anschließend auf YouTube veröffentlicht. Auch nachgestellte User-Karten lassen sich im Netz finden. Wenn du solche Sachen im Netz findest, solltest du sie mit gesundem Menschenverstand betrachten!

Es konnten wahrscheinlich weitere Bluttaten in München verhindert werden, weil ein aufmerksamer User über ein Instagram-Konto berichtete, auf dem ein 15-Jähriger Bomben und eine Pistole zur Schau stellte. Mittlerweile ist der Jugendliche auf eigenen Wunsch in einer psychiatrischen Klinik. Meldet man solche seltsamen Vorgehen nicht oder kommuniziert sogar aktiv mit Nutzern, die solche Videos bzw. Fotos ins Netz stellen, macht man sich evtl. sogar mit strafbar. Kommt es zu einer Tat, kann man wegen "Nichtanzeige einer geplanten Straftat" belangt werden. Wir finden es nicht gut, wenn man Computerspiele schon wieder als Grund für Amokläufe heranzieht. Allerdings finden wir es genauso wenig lustig, wenn Menschen sterben und noch weniger, dass es Menschen in der Community gibt, die sich von solchen Vorfällen inspirieren lassen.

Was denkst du über Computerspiele, als Auslöser für Gewalt? Verrate es uns in den Kommentaren!

Quelle(n): derstandard.at

2. Aug 2016, 21:15
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Andreas Hirschhäuser
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