ARK: Sponsored Mods - Was macht einen Modder aus?

Mit dem Sponsored Mods Program beginnt für die Modding Szene ein neues Zeitalter. Erstmals wird die harte Arbeit nicht nur von Fans, sondern auch von den Entwicklern selbst unterstützt.

Als ARK: Survival Evolved Entwickler Studio Wildcard bekannt gab, dass Mods in Zukunft finanziell unterstützt werden, war der Aufruhr in der Modding-Szene groß. Meinungen gingen auseinander,  Theorien wurden aufgestellt und alles stand Kopf. Zwar kam es in der Vergangenheit schon öfter dazu, dass Mod-Entwickler Festanstellungen als Programmierer bekamen, aber dass sie nun einfach für ihren Ehrgeiz und ihr Engagement gefördert werden, das ist selbst für die Modder unerwartet.

Wer sich nun fragt, wovon hier die Rede ist, der kann gerne einen Blick auf unseren Artikel zum Sponsored Mods Program werfen. Dort erklären wir, was es mit diesem Programm auf sich hat.

 

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Nun aber zur oben gestellten Frage. Die Modding Szene gibt es bereits seit vielen Jahren. Ihren Ursprung findet sie dabei natürlich nicht in der virtuellen, sondern in der realen Welt. Dinge zu modifzieren, zu verändern und evtl. sogar zu verbessern liegt bei manchen Menschen einfach im Blut. Da dauerte es nicht lange, bis auch Videospiele modifiziert wurden. Die Entwickler werden in diesem Fall liebevoll Modder genannt. Sie arbeiten in ihrer Freizeit und verdienen für gewöhnlich nichts als Dank oder wenige Spenden. Aber so war das bisher halt. Niemand hat sich darüber beschwert, dass seine Arbeit nicht ausreichend bezahlt würde. Das ist aber auch nicht das Ziel einer Mod. Man möchte viel mehr versuchen, seine eigenen Vorstellungen von einem Spiel in die Tat umzusetzen. Im Endeffekt gleicht das Modden mehr einem Hobby, als einer Arbeit.

Mit dem Sponsored Mods Program für ARK: Survival Evolved sieht das nun aber anders aus. Plötzlich gibt es für besonders fleißige Modder eine Art Vergütung, die sogar auf monatlicher Basis stattfindet. Auch die Höhe dieser Unterstützung kann sich sehen lassen. Und dabei gibt es eigentlich nur ein großes Ziel, die Fertigstellung der Mod. Es gibt keine Fristen, keine Festlegungen bez. der Mod-Inhalte und auch keine Strafe, wenn das Projekt irgendwann zum Stillstand kommt. Diese Punkte werden mehr oder weniger sogar vor der Aufnahme in das Programm geklärt.

Viele Leute werden sich jetzt fragen, ob es das denn überhaupt wert ist? Es gibt viele Mods da draußen, die auf den ersten Blick nicht besonders aufwändig erscheinen oder evtl. in Sachen Funktionalität zu wünschen übrig lassen. Aber hinter diesen Mods versteckt sich oftmals mehr Technik, als man im ersten Moment glauben möchte. Ein gutes Beispiel ist die Structures Plus Mod, welche wir gestern vorgestellt haben.

Auf den ersten Blick gibt es bereits vorhandene Bauteile mit ein paar neuen Funktionen. Wirft aber einen Blick hinter die Kulisse, erkennt man schnell, wie tiefgreifend diese kleinen Finessen eigentlich gehen. Alleine das Überarbeiten der Festschnallpunkte ist mit dem ARK Development Kit eine reine Qual. Dennoch wurde jedes einzelne Bauteile überarbeitet und teils sogar mit neuen Funktionen ausgestattet. In einem Gespräch betonte S+ Entwickler David, dass er viel Stress vor sich hätte, weil die Komplexität der Tek-Bauteile ihm sehr zu schaffen mache. Besonders runde Kanten seien die reinste Fummelarbeit, da man neben den Texturen auch die Gitternetze auf jedes kleinste Detail überprüfen muss. Allerdings ist es genau diese Komplexität, die ihn zum Weiterarbeiten motiviert. So hat für die Tek-Unterwasserbasen bereits eigene Vorstellungen. So plant er ein Feature, bei welchem man einzelne Kammern fluten kann, was für mehr Freiraum beim Bauen sorgt. Man könne dann z.B.: durch eine Eben schwimmen, statt an einer Leiter herunterzuklettern oder die Treppen zu nehmen. ark_sponsoredmods_S+1

Es gibt aber auch solche Mods, die sich weniger mit Funktionalität, dafür aber umso mehr mit Aussehen und Atmosphäre beschäftigen. Die Modderin eco ist hier für ARK eine Art Vorreiterin. Mit ihren rein als Dekoration fungierenden Mods spricht sie eine völlig andere Gruppe an Spielern an. Dabei sollte man diese Arbeit nicht unterschätzen. Für solche Mods werden komplett neue Texturen erstellt, welche im Anschluss auch noch in das System integriert werden müssen. Auch hier muss auf jedes Detail geachtet werden, da es sonst zu Überlappungen mit anderen Bauteilen kommen könnte. Bei solchen Projekten ist es auch oft der Fall, dass mehrere Entwickler an einer Mod arbeiten. Während der eine Teil die neuen Texturen entwirft, pflegt der andere sie in das System ein.

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Zusammenfassung

Im Endeffekt sind Modder Leute wie Du und Ich. Sie haben ihr Privatleben, eine Beschäftigung und verbringen Zeit in ihren geliebten Videospielen. Der Unterschied liegt in der Begeisterung dafür, diese weiterzuentwickeln und selber tätig zu werden. Das passiert in der eigenen Freizeit, auf eigenen Kosten und ohne Garantie auf Erfolg. Dennoch treibt sie ihre Motivation immer weiter voran und erlaubt es ihnen, ihre Mod auf das nächste Level zu bringen. Auch wir bei Nitrado erfreuen uns an aufregenden und umfangreichen Mods und möchten uns bei all den fleißigen Entwicklern da draußen bedanken, die unsere Lieblingsspiele stets noch etwas spannender gestalten. Vielen Dank!

Was denkst du über die Modding Szene? Hättest du selber mal Interesse oder zumindest eine Idee für eine Mod? Oder hast du evtl. sogar schon selber ein Spiel modifziert? Schreib es uns in die Kommentare!

Quelle/Bildquelle: SurviveTheArk

13. Apr, 14:27
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Leander Schuhr
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