Attentate in Paris: Kriminologe denkt, dass Videospiele zur Planung genutzt wurden

Nach den Anschlägen in Paris brach wieder einmal eine Diskussion über die Gewaltdarstellung in Videospielen aus. Der Kriminologe Christian Pfeiffer geht sogar davon aus, dass Videospiele als Kommunikationsmittel der Terroristen genutzt wurden.

Ex-Politiker und Kriminologe Christian Pfeiffer geht davon aus, dass die Terroristen für die Planung des Anschlags in Paris am 13.11 Videospiele als Kommunikationsmittel genutzt hätten. Somit tritt mal wieder eine Diskussion über die Gefahren von Videospielen auf. Laut Pfeiffer soll es möglich gewesen sein, dass die Terroristen das Onlinespiel World of Warcraft für die Planung ihrer Anschläge genutzt haben. In World of Warcraft ist es möglich, sich in einem privaten Chat mit mehreren Leuten zu unterhalten, ohne dass irgendjemand etwas davon mitbekommen würde.

Pfeiffer geht allerdings noch einen Schritt weiter und behauptet, dass die Attentäter das Töten in Videospielen geübt haben sollen. Bereits im Jahr 2007 wollte der einstige Justizminister von Niedersachsen Spiele wie Counter-Strike und GTA verbieten lassen. Nun verlangt er, dass World of Warcraft eine Altersfreigabe von 18 Jahren erhält.

Wahrscheinlich darf man sich nach jedem grausigen Gewaltverbrechen von irgendeinem realitätsfernen Politiker oder Ex-Politiker solchen Schwachsinn anhören. Es ist halt einfacher ein ganzes Medium für alles Böses auf dieser Welt schuldig zu sprechen, anstatt mal auf die eigentlichen Fakten zu gucken.

Quelle: derStandard.at

    20. Nov 2015, 17:32
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    Jonas Eschbach
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