Blizzard verklagt Entwickler von Bot-Software

Blizzard hat die Nase voll von Nutzern bekannter Bot-Software und geht deshalb nun auch juristisch gegen Entwickler bekannter Cheat-Bots vor.

Jahre lang wurde die Chancengleichheit in World of Warcraft und anderen Titeln aus dem Hause Blizzard durch die Nutzung verschiedener Cheat-Software wie Bots und Co verhindert und nach zahlreichen Versuchen dieser Masse an Betrügern im Spiel Herr zu werden ist man nun dazu übergegangen, einen der größten Entwickler solcher Cheat-Software Juristisch entgegenzutreten. Gegenüber PCGamesN.com gab Blizzard nun bekannt, dass man Entwickler James Enright auf Schadensersatz verklagt, weil dieser eine Reihe "Change Peddling Bots" entwickelte und damit die Integrität von Blizzard-Spielen wie World of Warcraft, Heroes of the Storm oder Diablo 3 störte.

Schon für rund 27 US-Dollar bietet Enright beispielsweise sogenannte Bot-Software wie "HonorBuddy" und "StormBuddy" an. Der Bot "Honor Buddy" zum Beispiel, ermöglicht es mühselige Abschnitte des Spiels zu überbrücken. Das gefällt Blizzard natürlich überhaupt nicht, denn durch Nutzung solcher Software, entgehen dem Unternehmen jährlich mehrere Millionen Dollar. Das will man nun nicht mehr länger hinnehmen und sieht sich nun dazu gezwungen, juristisch gegen den Entwickler vorzugehen. Im nachfolgenden Auszug der Klageschrift heißt es wie folgt:

Die Bots, die Enright programmiert hat und bei deren Vertrieb er hilft, zerstören die Integrität von Blizzard-Spielen, indem sie ehrliche Spieler vertreiben und frustrieren und Einnahmen von Blizzard zu dem Angeklagten umleiten. (...) Als Resultat von Enrights Verhalten hat Blizzard Millionen oder mehrere zehn Millionen Dollar an Einnahmen und an Gewogenheit der Kunden verloren.

Außerdem wirft man Enright auch einen Verstoß gegen Markenschutzrechte vor, da dieser geschützte Spielinhalte reproduziert, modifiziert und vertreibt. Man könnte also sagen, dass Blizzard endgültig den Kaffee auf hat und so könnte dieses Vorgehen nur ein erster Tropfen auf den heißen Stein sein.

Was sagst du zum Vorgehen von Blizzard? Schreib uns deine Meinung dazu einmal in die Kommentare!

Quelle: 4netplayers

12. Nov 2015, 18:28
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Sascha Siska
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