CS:GO - Ratschläge aus dem Jenseits

CS:GO ist eines von den Games, in denen Spieler nach ihrem virtuellen Ableben die Runde mit den Augen eines Teammates weiter verfolgen können. Und genau dann bekommt der Überlebende die besten Ratschläge - nicht immer, aber manchmal schon.

Evan vom englischsprachigen Spielemagazin Pcgamer schreibt in seinem Montagsblog über genau solche Situationen und pickt die besten Tipps der Teammates heraus. Es passiert immer wieder, irgendwann in CS:GO ist man einer der letzten Überlebenden und gibt sich auch alle Mühe, dass es so bleibt. Der gleichen Ansicht sind die bereits gekillten Teammates natürlich auch und wollen doch nur helfen. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass sie alles besser wissen und den ultimativen Plan zum Überleben haben. Deshalb sind sie ja auch noch im Spiel – ach nein, doch nicht. Aber das ist ja nur eine unbedeutende Kleinigkeit, sie haben den Durchblick. Manchmal haben sie wirklich recht und geben wirklich nützliche und logische Tipps.

Hier folgen nun die wirklich besten Ratschläge aus dem Grab:

Nicht nachladen!

So ziemlich in jedem Shooterspiel wird darauf geachtet, ständig ein volles Magazin zu haben. Aber jetzt mal ernsthaft: Ist das so wichtig?

Jeder Nachladevorgang dauert zwischen 2 und 4 Sekunden. Wertvolle Zeit, in der ein Feind mal eben um die Ecke schleichen oder einen Wachposten ungehindert überwinden kann. Unterschätze nicht was man mit 4 oder 5 Kugeln erreichen kann. Mit einem Rifle erledigt man einen gesunden Gegner mit drei oder vier normalen Treffern, da sind noch nicht einmal Headshots notwendig. Ist die Runde schon ziemlich weit fortgeschritten, ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Gegner mit vollen Gesundheitspunkten zu treffen sehr gering.

Ein weiterer Aspekt beim Nachladne ist das Geräusch dazu. Nicht nur du hörst es, sondern auch ein in der Nähe herumschleichender Gegner. Daher solltest du dir vor jedem Nachladen die Frage stellen: Ist dir ein Gegner lieber, der unwissend auf der Suche in der Gegend herumschleicht, oder ein volles Magazin und ein Feind der genau weiß wo du bist?

Nicht alles nachmachen.

In einem Match auf der Map Inferno ertappte ein Teammate Evan dabei, wie er von links nach rechts strafte. Er war dabei, eine Ecke zu verteidigen und das strafen hatte dabei keinen tieferen Sinn. Es war ein Move, den er mal auf Twitch gesehen hatte und jetzt einfach auch nachmachte. Wieso? Keine Ahnung, Als würde man mit einem Fussball ohne Gegner dribbeln, sinnlos halt.
Nicht jeder Spielzug, den man auf Twitch oder in der ESL sieht, ist logisch, taktisch wertvoll oder für einen selbst verwertbar. Manchmal fehlt einfach die Erfahrung(die Sache mit dem Skill), die Treff- oder Wurfsicherheit oder es ist einfach sinnlos, sieht aber dennoch cool aus.

Neiiiin, lass die Granate stecken.

Steck den Nippel wieder rein. Keiner Granate wird soviel vertraut wie der Splittergranate in CS:GO. Das Bomben entschärfen wird gerne mit einem Granatwurf eröffnet, dann um die Ecke gerannt, während die Wurfanimation noch läuft. Realistisch gesehen: Selbst wenn man mit der Granate in den Mund des Feindes trifft, macht sie immer noch nur 57 Punkte Schaden. Ein perfekter Granatenwurf würde also genau soviel Schaden machen, wie zwei gut platzierte Kugeln. In so ziemlich allen Situationen, speziell in 1:1 Battles, bist du mit einem Rifle schneller und treffsicherer als mit dem Wurf irgendeiner Granate. Klar, Flashbangs sind ganz nützlich, aber auch unsicher. Du weißt nie, wie sehr du jemanden geblendet hast. Hast du die Granate auf der 4? Wieviel länger hätte dein Team überlebt, wenn du nicht die 4 benutzt, sondern in der Zeit einfach deine Waffe schussbereit in der Hand behalten hättest?

Taktik ist der Schlüssel

Kurz gesagt, Taktik ist der Schlüssel. Schon immer gewesen. Nimmt man sich jeden Gegner im Alleingang vor, ist die Chance zu überleben weitaus geringer als wenn man andere Spieler taktisch mit einbezieht. Du musst den Gegner dazu bringen, dass er nach deinen Spielregeln spielen muss. Stellst du dich so auf, dass der Feind auf dem Weg zu dir durch die Schusslinie von Spieler B muss, hast du schon fast gewonnen.

Hast du Angst vor deiner Pistole?

Jetzt mal ernsthaft, Pistolen haben einen oft unterschätzten Nutzen in CS:GO. Probier es einfach mal aus, wenn deine Hauptwaffe mal wieder leer ist.

Lass das Crouchen.

Immer wieder sieht man Spieler durch die Gegend crouchen, gerne um Ecken herum. Die Gegner freuen sich über solche leichten Opfer. Warum? Zuerst sieht man den Mündungslauf, dann das Knie des Gegners - Zeit genug, gemütlich zu zielen und das war es dann mit dem Croucher. Um zu sehen, ob sich hinter einer Ecke ein Feind verbirgt, kann man besser kurz um dieselbe schauen und wieder in Deckung gehen.

Was waren deine gröbsten Fehler in Shootergames? Gibt es Moves, die dich in Shootern nerven? Schreib es uns in die Kommentare!

Quelle: pcgamer.com

6. Jun 2016, 14:05
1957
0
Gabi Heuer
Deine Reaktion

2

0

0

0

0

0

0
Comments
  
Noch keine Kommentare