Das Astro A40 2015 Headset mit MixAmp M80 für die Xbox One im Test

Wer auf der Suche nach einem qualitativ hochwertigen Headset mit guter Sound-Technik und Verarbeitung ist, der landet wohl eher früher als später bei Geräten der Firma Astro. Für Besitzer der Xbox One ist derzeit das neue A40 sehr interessant, denn in Kombination mit dem MixAmp M80, ist es wohl eins der besten Headsets auf dem Markt.

Beginnen wir mit den technischen Daten zum Astro A40:

  • Wandler und Arbeitsprinzip: Dynamisch, Offen
  • Frequenzgang: 20 - 21,000 Hertz
  • Verzerrung: unter 0,1%
  • Mikrofon: 6.0 mm unindirektionales Noise Cancelling
  • Nennimpedanz: 48 Ohm
  • Strinbanddruck: 2,6 Newton
  • Ankopplung an das Ohr: Ohrumschließend
  • Gewicht (ohne Kabel): 324 Gramm
  • Anschluss: 3,5 mm Stecker (4polig)

Getestet haben wir das Astro A40 unter anderem mit Battlefield 4, Titanfall, Destiny, The Crew und Evolve.

 Verarbeitung & Lieferumfang

astro_1Das Headset kommt in einem stabilen Karton daher. Insgesamt macht der Karton auch optisch einen guten Eindruck und macht sich auch gut als gestalterisches Element im "Zockerzimmer". Doch auch die Verarbeitung des Headsets an sich überzeugt. Stabiler Kunststoff, ergänzt durch einige Elemente aus Aluminium. Der Bügel an sich ist breit, massiv und bietet durch seine ebenso breite Polsterung einen hohen Tragekomfort, wodurch das Headset auch nach mehreren Stunden nicht ungemütlich wird. Die Ohrmuscheln werden durch massive Aluminium-Schienen mit dem Bügel verbunden und sorgen so für eine hohe Stabilität.

Das flexibel gehaltene Mikrofon, welches standardmäßig an der linken Seite befestigt ist, kann wahlweise auch rechts getragen werden. Dafür sorgen die wechselbaren Astro Speaker Tags, die je nach Kundenwunsch (gegen Aufpreis) durch vorgefertigte Bilder ersetzt werden können. Alternativ lassen sich auch eigene Logos bestellen.

A40_06Durch den hohen Tragekomfort lässt sich das Headset nicht nur mehrere Stunden tragen, auch das relativ hohe Eigengewicht von 324 Gramm fällt, im wahrsten Sinne, kaum ins Gewicht. Im Lieferumfang enthalten sind, neben dem Headset und dem MixAmp, dass Mikrofon inkl. Kabel, ein paar Astro Speaker Tags, sowie ein 0,5 m kurzes USB-Kabel, um den Controller mit der Konsole verbinden zu können, wodurch dieser ein zwingend erforderliches Update bekommt. Ohne dieses Update ist es möglich, dass das Headset gar nicht oder fehlerhaft funktioniert!

Technik & Klang

A40_06Das Headset überzeugt schon bei der Inbetriebnahme: den Controller via Mikro-USB mit der Konsole verbinden, MixAmp M80 an den Controller anstecken - fertig! Es ist keine Pflicht, das Pad mit der Konsole zu verkabeln, wir empfehlen es jedoch. Rein über Funk stellten wir im Test eine minimale Verzögerung und teilweise auch kurze Tonaussetzer (weniger als eine halbe Sekunde) fest.

Die Amp legt alle Einstellungsmöglichkeiten bequem an den Controller, wodurch die ein oder andere Feineinstellung auch im laufenden Spiel getätigt werden kann.

Das MixAmp M80 bietet folgende Einstellungsmöglichkeiten:

  • Lautstärke-Anpassung zwischen Voice und Game
  • Mute-Taste für das Mikrofon
  • drei EQ-Profile: Musik, Gaming, Standard
  • Gesamt-Lautstärkeregler

A40_05Durch seine halboffene Bauweise dämpft das Headset (ungewollte) Außengeräusche aus der echten Welt um gut 10 Dezibel ab. Die Wiedergabe erfolgt durch hochwertige 40-mm-Neodym-Magnete. Dadurch ergibt sich dem Nutzer ein stimmiger und klarer Stereo-Sound. Die Höhen- und Mitteltöne werden klar wiedergegeben. Einzig die Bässe gehen etwas unter und könnten nach unserem Geschmack wesentlich kräftiger daher kommen. Dadurch, das sich der Ton und die einzelnen Tonbereiche nur sehr bedingt durch die 3 EQ-Profile anpassen lassen, bekommt man sein eigenes "Wunsch-Tonbild" nur sehr schwer auf die Ohren. Allerdings ist es grade in Shootern wie Battlefield 4 oder Titanfall nicht ganz so schlecht, wenn die tosenden Explosionen das Trommelfell nicht allzu sehr belasten, besonders weil dadurch auch in der Hitze des Gefechts noch Schritte wahrgenommen werden können.

Allerdings, das mag eine subjektive Meinung sein, fehlte uns der "Wums" besonders im Singeplayer sehr und auch bei Filmen oder Musik ist das Hörvergnügen durch den sehr dünnen Bass nur bedingt genießbar.

Sprachqualität

astro_2Im Test wurde unsere Stimme klar und ohne nervige Hintergrundgeräusche oder eine hörbare Verzerrung übertragen. Einziger Nachteil bei sehr lauten Spielen, wie zum Beispiel Evolve: man muss das Spiel bis auf die letzte Stufe (also kurz vorm "Mute") leiser stellen, um die Mitspieler noch hören zu können. Die Balance zwischen Voice und Game hätte noch ein paar mehr Zwischenstufen gebrauchen können, um auch lauteren Titeln gerecht zu werden.

Preis und Verfügbarkeit

Das Astro A40 inkl. MixAmp M80 für die Xbox One liegt preislich bei 199,00€. Über das Internet kannst du das Headset direkt über astrogaming.de und speziell in Deutschland über roxxgames.de beziehen. Die Speaker Tags lassen sich frei konfigurieren, allerdings nur im originalen Astro-Shop. Der Preis variiert je nach Kundenwunsch.

Fazit

astro_3Es ist schwer ein Headset zu bauen, welches jedem Wunsch gerecht wird. Mit dem A40 ist es Astro auf jeden Fall gelungen, sich dem perfekten Headset anzunähern. Das Headset ist sehr hochwertig verarbeitet, wodurch sich ein extrem hoher Tragekomfort ergibt. Auch das Mikrofon ist hat einen hochwertigen Klang und kann je nach Lust und Laune links oder rechts getragen werden. Die Höhen und Mitten sind sehr klar, einzig der Bass könnte für Singleplayer-Titel mehr Power haben. Für Multiplayer-Titel ist das Headset dadurch jedoch sehr angenehm, weil auch im hitzigsten Gefecht noch Schritte o.ä wahrgenommen werden können. Leider bietet das MixAmp M80 nur sehr überschaubare Einstellungsmöglichkeiten, wodurch das subjektiv perfekte Klangbild, eigentlich nicht erreicht werden kann. Der mehr oder weniger hohe Preis ist jedoch durch die Gesamtqualität mehr als gerechtfertigt.

22. Feb 2015, 16:25
5633
0
Kevin Heimbach
Deine Reaktion

0

0

0

0

0

0

0
Comments
  
Noch keine Kommentare