Denuvo - Kopierschutz aus DOOM und The Climb entfernt

Die strahlende Rüstung des einst "unknackbaren" Kopierschutz-Systems Denuvo erhält scheinbar weitere Kratzer. Nach einigen Berichten sollen nun auch Bethesda und Crytek der Anti-Tamper-Software abgeschworen haben.

Nachdem es im August 2016 bereits Rise of the Tomb Raider getroffen hat und lediglich 6 Wochen nach Release des Spiels Inside von PlayDead ein Crack für den Indie-Titel im Netz herumgeisterte ist eines klar: Vollständige Sicherheit gegen Software-Piraterie wird es wohl nie geben. Einst als unbezwingbarer Kopierschutz dargestellt, verblasst dieses Ansehen von Denuvo aus vergangenen Tagen so langsam.

Der jüngste Vorfall betrifft dabei Bethesda und Crytek. Die beiden Entwickler fordern nämlich ihr Geld zurück, da die Sicherheitsmechanismen für ihre Spiele DOOM und The Climb versagten und illegale Kopien auf den Markt gelangten. Wie mehrere Quellen berichten scheint es im Vertrag mit der Denuvo Software Solutions GmbH nämlich eine Art Rückgaberecht zu geben: Sollte das mit ihrer Software gesicherte Spiel binnen 3 Monaten gecrackt werden besteht die Möglichkeit, den Kopierschutz nachträglich zu entfernen und das Geld zurückzuerstatten. Angeblich haben beide Spiele-Schmieden bereits von diesem Paragraphen Gebrauch gemacht und Denuvo an den Nagel gehängt.

Der erste, funktionierende Crack für DOOM gaukelte dem Rechner damals vor, es handele sich bei dem Spiel um eine legal erworbene Demo des Titels. Mit welcher Art DRM der VR-Hit The Climb und Bethesdas Shooter nun gegen weitere Cracks gewappnet sein sollen ist bisher noch nicht bekannt.

the-climb_ohne-drm Auch Crytek's The Climb wird vom Kopierschutz Denuvo befreit.

Was hältst du von dieser ganzen DRM-Geschichte? Ist es wichtig für Entwickler ihre Interessen zu wahren, oder bestrafen die ganzen Sicherheitsmechanismen eher die brav zahlenden Gamer? Poste deine Meinung in den Kommentaren!

Quelle: ARStechnica

12. Dez 2016, 08:29
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Tobias Heinen
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