Der Bunker - 24/7 Play. Stream. Eat. Repeat!

Im beschaulichen Zweibrücken, nahe an der französischen Grenze, soll bald eines der ehrgeizigsten Projekte der deutschen Gamingszene entstehen. Der Schauplatz: Ein Bunker!

Es ist eine ewige Hassliebe. Eigentlich immer das Highlight des Monats oder sogar des Jahres, sind LANs die perfekte Möglichkeit sich mit selten oder nie gesehenen Freunden und Teamkameraden zu treffen, um gemeinsam seinem liebsten Hobby nachzugehen. Doch genau wie Chips und kalte Pizza gehört auch das stundenlange Aufbauen, Verkabeln und Installieren zu den meistens LANs dazu. Manche genießen sicherlich den Charm dieser chaotischen Situation, doch die Meisten sind froh, wenn alles so schnell wie nur möglich fehlerfrei funktioniert. Wie wäre es also, diese lästige Phase zu überspringen und direkt beim Gamingpart loszulegen?

Eine zehnköpfige Gruppe von Gamern kam eines Abends beim Planen der nächsten LAN im Teamspeak auf eine verrückte Idee. Warum nicht einen Ort erschaffen an dem sich alle Spielebegeisterten treffen könnten und das rund um die Uhr. Eine Anlaufstelle für Einzelpersonen, die sich ihr Feierabendbier in einzigartiger Atmosphäre genehmigen wollen oder ganze Clans auf der Suche nach einer tollen Wochenendlocation für ihr jährliches Treffen. Die Wahl für den Standort hätte verrückter kaum ausfallen können: Ein  knapp fünfundzwanzig Jahre alter Atombunker aus dem Kalten Krieg.

Der Innenbereich des Bunkers mit 2.000qm², verteilt über zwei Etagen, bietet genug Platz für hunderte Spieler mit PCs. Zudem sollen verschiedene Konsolen, genügend Feldbetten, ein Kinosaal und ein Bistro zur Endausstattung des Bunkers gehören. PCs und Equipment können entweder mitgebracht oder vor Ort gegen Gebühr ausgeliehen werden. Auf ausgeliehenen PCs werden dann beliebte Spiele wie Counter-Strike, Battlefield oder Minecraft schon vorinstalliert sein. Muss doch mal ein Spiel neu installiert oder geupdated werden, kann dies dank 5-10 GBit Glasfaserleitung in wenigen Minuten oder sogar Sekunden vollzogen werden. Zudem ist geplant auch den 10.000qm² großen Außenbereich in das Geschehen einzubinden. Mit möglichen Attraktionen wie Grillen, Paintball, Cosplay oder Kart fahren soll uns der Bunkeraußenbereich Abwechslung verschaffen.

Die schwerste Hürde aber muss das Projekt noch nehmen: Die Finanzierung. Seit dem 1. November kann man auf der größten europäischen Crowdfundingwebsite Ulule.com das Konzept unterstützen. Das Ziel ist enorm: 1,5 Millionen Euro will man in einem Monat gesammelt haben. Es wird sich zeigen ob das Team von "Der Bunker" es schafft genug Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und anschließend mögliche Spender zu überzeugen. Denn das zweite große Problem neben der Finanzierung stellt sicherlich die abgelegene Position von Zweibrücken dar. Die Kleinstadt ist zwar direkt an der A8 gelegen und besitzt auch einen eigenen Flughafen, doch ist der Standort zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern aus allen Ballungspunkten des Landes nur nach langer Autofahrt zu erreichen. Ein Beispiel für schlechte Standortplanung ist das Projekt "Nürburgring 2009". Die Abgeschiedenheit der Strecke war einer der Hauptgründe für das spätere Misslingen der Erlebniswelt. Am Ende aber liegt die Entscheidung über dieses gigantische Projekt in den Händen der Gamingcommunity. Wer das Projekt unterstützen will, kann dies auf der Ululeseite von "Der Bunker" tun.

Website: derbunker.xyz

Ulule: Der Bunker

Erster Trailer: Der Bunker

    5. Nov 2015, 00:10
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    Till Steinmetz
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