EA - "Es wird immer Leute geben, die nicht zu uns stehen"

In einem Interview mit MCV erklärt EA COO Peter Moore, was er über seine Firma denkt und warum man es nicht jedem Recht machen könne.

"Dieses Jahr haben wir unser bestes Line-Up und das wollen wir den Leuten auch beweisen." Das sind die Worte von EA COO Peter Moore. Der EA-Chef ist der Meinung, dass EA dieses Jahr etwas Besseres liefern muss, als in den letzten Jahren. Nachdem die Firma zwei Jahre lang hintereinander zu Amerikas schlechtesten Unternehmen gewählt wurde, soll sich nun alles ändern.

Laut Moore schafft man dies, indem man beliebte Spielereihen weiter fortschreiten lässt und nebenbei auch komplett neue IPs etabliert. In diesem Jahr erscheint wie gewohnt ein neues FIFA, ein neues NBA sowie ein neues NFL und NHL. Dazu wird die Rennspielreihe Need for Speed und die Shooter-Reihe Star Wars Battlefront in diesem Jahr neu aufegelegt. Komplett neu ist unter anderem das Indie-Spiel Unravel.

Um dieses Jahr zu einem erfolgreichem Jahr zu machen, sagt Moore, schreibt sich EA groß "Die Spieler kommen zuerst" auf die Fahne. Diesen Slogan rechtfertigt Moore damit, dass man beispielweise Entwickler DICE für ein neues Star Wars-Spiel eingesetzt hat und keinen Anfänger oder dass EA Spiele wie Unravel überhaupt ermöglicht. Es sei egal, ob das Spiel letzendlich Geld einbringt. Man sei froh etwas komplett Neues abliefern zu können und somit einem Entwickler dabei zu helfen, seinen Traum zu ermöglichen.

Auch wenn nicht jeder mit dem Konzept von EA zufrieden ist, müssen auch die Hater daran denken, dass hinter EA Menschen stecken, die genau wie du und ich ihren Lebensunterhalt verdienen müssen und da heißt es auch mal, dass man etwas veröffentlichen muss, was nicht viel Neues bringt, sich aber dennoch gut verkauft.

Moore ist besonders stolz auf Need for Speed und Star Wars Battlefront. Letzteres kann laut Moore das "größte Spiel in diesem Jahr" werden. Zum Rennspiel hat Moore folgendes zu sagen: "Es war eine kluge Entscheidung ein Jahr mit dem Spiel zu warten, denn die Zeit wurde sehr gut genutzt, um eins der besten Rennspiele überhaupt zu entwickeln."

Auch zur Twitter-Schlacht der Fans gegen EA Sports wegen der Frauenmannschaften in FIFA 16 hat sich Moore geäußert. "Wir sind diese schrecklichen Kommentare unter unseren Tweets gewohnt, aber irgendwo mussten wir einen Schlussstrich setzen. Wir sind stolz darauf 12 Frauen-Mannschaften in FIFA 16 zu haben und daran wird sich auch nichts ändern. Ich persönlich schaue Frauenfussball schon seit mehreren Jahren und ich finde nicht, dass er schlechter sei, als der Fussball der Männer."

Ob Moores Plan so aufgeht, wie er möchte, muss sich noch zeigen. Bisher hat EA aber leider immer noch einen sehr schlechten Ruf bei den Spielern. Viel Sympathie verliert EA bei den Gamern, da man weiterhin auf die abscheuliche DLC-Politik setzt und man in fast jedem EA-Spiel heutzutage Ingame-Shops findet, in denen man Echtgeld ausgeben kann. In Star Wars Battlefront beispielweise wird es wieder einen Season Pass geben und auch in FIFA wird wegem dem Modus "Ultimate Team" wieder ein Ingame-Shop ins Spiel implementiert.

Findest du, dass EA seinem neuem Slogan gerecht wird und wirklich an die Spieler denkt?

Quelle: MCV

1. Aug 2015, 16:49
2440
Jonas Eschbach
Deine Reaktion

0

0

0

0

0

0

0