Escape from Tarkov - Interview zum Thema Modding, Mikrotransaktionen, Story und mehr.

Bei Escape from Tarkov handelt es sich um ein vielversprechendes Projekt, das in Sachen Realismus und Intensität seinesgleichen sucht - zumindest wenn man nach Entwickler Battlestate Games geht. Wir haben uns mal das Interview unserer englischen Kollegen angeschaut und präsentieren dir hier neue Informationen zum Spiel.

Laut Entwickler Battlestate Games, handelt es sich bei Escape from Tarkov um ein realistisches und storygetriebenes Hardcore-Online-RPG mit MMO-, Survival- und Simulationsanleihen aus der First Person-Sicht. Selten zuvor sind so viele Worte nötig gewesen, um ein Spiel zu beschreiben und erfahrungsgemäß, kann solch ein ambitionierter Mix auch gerne mal nach hinten losgehen.

Die englischen Kollegen von Gamespot hatten kürzlich die Gelegenheit ein Interview mit den Entwicklern zu führen, um zu ermitteln, was genau Escape from Tarkov nun sein soll. Wir haben hier einmal die wichtigsten Aussagen für dich zusammengetragen.

Besonders der Survival-Aspekt klingt sehr vielversprechend. Darauf angesprochen, wie man hier die richtige Balance gefunden hat, erwidert Nikita Buyanov, COO und Art-Director von Battlestate Games, dass man den Spaß am Spiel ganz bewusst etwas außen vorgelassen hat.

Escape from Tarkov sei schwer zu verstehen und noch schwerer zu meistern, da viele Spielmechaniken das Spiel zwar kompliziert, aber auch sehr intensiv machen. Einige der Mechaniken verschlechtern gar das Gameplay, so dass hier noch ein wenig ausbalanciert werden müsse. Ziel ist, die Impressionen des Spiels auf die maximal mögliche Stufe in einem Videospiel zu bringen.

Zum Thema Story hielt sich Buyanov jedoch etwas zurück - nicht aufgrund der Geheimhaltung, sondern weil diese zu komplex sein wird, um sie auch nur ansatzweise in kurze Worte fassen zu können. Er lässt jedoch durchblicken, dass Escape from Tarkov in einer alternativen Zeitlinie in der fiktionalen Stadt Tarkov spielen wird.

Dabei wird der Konflikt zwischen TerraGroup und der russischen Regierung eine bedeutende Rolle spielen. Dieser Konflikt artete weltweit in offene Kämpfe aus, in denen die Privatarmeen der USEC und BEAR PMCs gegeneinander antreten. Die Geschichte wird dabei in der Vergangenheitsform erzählt und von Third Person-Ansichten begleitet.

Escape from Tarkov

Für den Spieler, der in die Haut eines generischen PMC schlüpft, bedeutet dies, dass er sich in einer isolierten, kollabierenden Stadt wiederfindet, umgeben von einer Gesellschaft, die sich am Rande der Auslöschung befindet. In diesem Milieu steht es ihm frei, eigene Lösungsansätze zu finden, um all der Aufgaben Herr zu werden, die ihn erwarten.

Dies schließt auch Dinge wie Spezialisierungen und Charakterentwicklung mit ein. Dadurch wird eine Spieltiefe und Härte erzeugt, die bislang einzigartig ist. Lediglich beim Tod des Charakters geht man einige Kompromisse ein: Nach dem Tod behält man wenigstens seine bisherigen Fähigkeiten sowie Ausrüstung, die in speziellen Boxen gelagert wurde.

Das Spiel findet in einer Multiplayer-Umgebung statt und kann nicht offline gespielt werden. Interaktionen mit anderen Spielern lassen sich also praktisch nicht vermeiden, jedoch obliegt es dem Spieler selbst, wie er mit diesen umgeht. Die Interaktion mit anderen Spielern kann beispielsweise bei Auktionen und auf dem Flohmarkt stattfinden, aber auch in Form von Clans Passend zu diesem MMO-artigen Element ist auch das Skillsystem gestaltet. Der Spieler lernt dabei, indem er handelt und Dinge einfach tut.

Auf die Frage nach Waffen und Fahrzeugen zeigt Buyanov, wie nahe man trotz des fiktionalen Settings an der Realität bleibt. Es wird im Spiel nur moderne Massenproduktionswaffen geben - also keine extravaganten, aber theoretisch mögliche Einzelstücke und Prototypen.

Steuerbare Fahrzeuge sind zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht geplant, da sich die Gameplay-Mechaniken dafür völlig unterscheiden und quasi als Spiel im Spiel entwickelt werden müssten. Allerdings wird die spätere Implementierung nicht ausgeschlossen.

Bislang sind drei verschiedene Spielmodi geplant: Das Hauptspiel besteht aus dem Storymode mitsamt zeitbegrenzter Szenarien, die überall in der Spielwelt stattfinden und den Spieler langsam aus Tarkov herausführen. Diese Szenarien können allerdings mehrfach betreten werden. Der zweite Modus stellt dem Spieler eine offene Spielwelt von ca. 16km² zur Verfügung, in der er nahezu alles machen kann, allerdings ohne Zeitlimits oder Storyfortschritt.

Im dritten Modus hingegen, kann der Spieler in der Arena antreten und dort gladiatorenartige Kämpfe in verschiedenen Konstellationen durchführen.

Escape from Tarkov

Nach all diesen interessanten Informationen zum Spiel selbst, fand Buyanov auch die Zeit, auf einige Themen einzugehen die das Marketing von Escape from Tarkov betreffen. So betont er, dass es sich um einen traditionellen Vollpreistitel handeln wird, ganz ohne Mikrotransaktionen oder Free-to-play-Ideen. Außerdem möchte man Moddern die Möglichkeit geben, dem Spiel einige Dinge hinzuzufügen, ohne dabei völlig die Kontrolle abzugeben - schließlich handelt es sich um ein Online-Spiel.

Escape from Tarkov kann bereits jetzt als Standard-, Left Behind-, Prepare For Escape- und Edge Of Darkness-Edition (34,99€, 57,99€, 79,99€ und 109,99€) für den PC vorbestellt werden, auch wenn der Erscheinungstermin noch nicht bekannt ist. Konsolenumsetzungen werden zwar in Betracht gezogen, aber diese sind bisher noch nicht bestätigt.

Welchen Ersteindruck hast du von Escape from Tarkov? Schreckt dich der hohe Realismus ab oder wünschst du dir mehr davon? Schreib es uns in die Kommentare!

Quelle: Gamespot

1. Apr 2016, 18:15
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