ESL - Michael Bister über die ESL DBG

Auf pro.eslgaming.com erklärt Produktmanager der ESL 'Deutschlands Beste Gamer' Michael Bister die Gründe hinter den Änderungen, weg von der ESL Pro Series, hin zum neuen Namen und dem dahinter stehenden Konzept.

Michael Bister, Produkt Manager der ESL 'Deutschlands Beste Gamer', erklärte auf pro.eslgaming.com einige Dinge zu den Änderungen und die Neustrukturierung der ESL Pro Series/ESL Deutschlands Beste Gamer.

Wir sind uns im Klaren darüber, dass die Änderungen und die Neustrukturierung der ESL Pro Series/ESL Deutschlands Beste Gamer, bei vielen von euch für Unruhen gesorgt haben. Aus diesem Grund möchte ich, als Verantwortlicher der Liga, etwas Klarheit schaffen und euch mitteilen, warum wir gewisse Schritte gegangen sind und wo wir mit dem nationalen Produkt der ESL stehen.

Gerade im eSport hätte sich im laufe der Jahre sehr viel getan, der Markt vergrößerte sich, Strukturen wurden angepasst und auch das hinzukommen von internationale Events, solle man hierbei nicht vergessen. So dürfe man stolz darauf sein, den eSport dahin gebracht zu haben, wo er jetzt steht.

Einige Punkte des Feedbacks der letzten Tage würden Bister allerdings sofort ins Augen fallen. Darunter Dinge wie: "Was habt ihr aus der ESL Pro Series gemacht?" "Früher war alles besser!" "Wen interessiert diese Liga überhaupt noch?" und "Mit so einem Namen bekommt man keine internationale Beachtung mehr".

Auf jeden einzelnen dieser Punkte ging der Produktmanager nun natürlich auch ein, angefangen mit der Frage: "Was habt ihr aus der ESL Pro Series gemacht?"

Es ist zum jetzigen Zeitpunkt die einzige rein nationale Profi-Liga im eSport. Ich habe in den letzten zwei Jahren immer gewisse Ziele mit dem Turnier erreichen wollen. Das erste war, ein System zu bekommen, welches die Zuschauerschaft erhöht und das Liga/Turniertreiben fokussiert. Also haben wir ein Cupsystem dem Ligasystem vorgezogen. Lieber geballte Action an einem Tag als verstreut über die Woche, durch Wildcards verschoben etc. pp. Es hat sich gut durchgesetzt und ihr, als Zuschauer, gebt uns auch Recht, wenn ich mir die Zahlen anschaue.

Wie Blister außerdem erklärt, sei der nächste Schritt, die ESL auch zu vermarkten.

Einsplus als TV Sender kam hinzu, andere Medien, wie ComputerBild Spiele, kicker.de, dpa oder der WDR, fingen an über uns zu berichten. Auch die Sporthochschule Köln ist involviert und arbeitet bereits mit einigen Spielern und Teams zusammen, um Anforderungsprofile zu erstellen.

Der nationalen eSport-Szene wurde also wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt.

"Früher war alles besser!"

Hier bestätigte er, dass früher natürlich alles super gewesen wäre, damals hätte man jedoch keine internationale Konkurrenz gehabt, die ESL Pro Series war die Anlaufstelle aller Fans des eSport, ebenso gab es iFNGS sowie ein höheres Preisgeld und auch wenn man das momentan nicht mehr habe, sei man wieder auf dem Weg dahin. So gäbe es seit einigen Jahren wieder ein Event außerhalb der Gamescom und des Studios, auch das Leaque of Legends-Preisgeld wurde erhöht sowie die Zuschauerzahlen auf Twitch und im Studio verdoppelt.

"Wen interessiert diese Liga überhaupt noch?"

Gezählt an den Zuschauerzahlen und dem Interesse, welches jetzt aufkam, wohl noch eine ganze Menge Leute. So sehen auch Partner und Sponsoren in einer nationalen Liga viel Potential, man könne schließlich nicht ohne Grund Saison für Saison wieder gute Partner vorstellen. Auch würden immer mehr Teams an den Qualifikationen teilnehmen um Teil der Meisterschaft zu werden.

Auf die Frage wo er sein Produkt in den nächsten Monaten und Jahren sehen würde, hatte er natürlich ebenfalls eine gute Antwort parat. So wolle er die Anlaufstelle für alle deutschen eSport Fans werden, auch sollen mehr Leute erfahren, dass man dieses Hobby professionell betreibe. Er wolle den Grundstock für junge Spieler wie auch Teams bilden, um im eSport durchzustarten und dafür die richtige Plattform zu bieten.

"Mit so einem Namen bekommt man keine internationale Beachtung mehr."

Warum die Namensänderung? Gerade dies sei sehr simpel.

Wir haben, wie ihr mitbekommen habt, einige Umstrukturierungen vorgenommen. Andere Länder, wie vor kurzem England, haben nun auch eine nationale Liga erhalten, so wie die deutsche ESL Pro Series. Wir wollen diese Produkte aber nicht groß vermischen, denn sie stehen für sich. Genau deswegen heißt die ESL Pro Series in England nun ESL UK Premiership, in Frankreich wird sie einen französischen Namen erhalten und in Deutschland bekam sie einen komplett deutschen Namen

Man würde sich somit nun klipp und klar mit dem Land identifizieren, in welchem das Turnier stattfinde.

Aber warum entschied man sich für einen Namen wie Deutschlands Beste Gamer? Erstens, habe man mit Computer Bild Spiele einen Partner, welcher mit ihnen bereits seit einigen Jahren den Subtitel „Deutschlands Beste Gamer“ für die EPS aufgebaut hat. Es sei also kein ein neuer Name, sondern bereits der Subtitel der ESL Pro Series der letzten zwei Jahre. Zweitens, wären Titel wie Deutsche Gaming Bundesliga etwas verwirrend, da es sich um ein Turnier und keine Liga handelt.

Nun hieß es für 2015 für uns das Ganze größer zu präsentieren. Größere Events, mehr Preisgeld und einiges mehr. Das gehen wir nun an und es scheint zu funktionieren. Unser Duisburg Event wird ein Erlebnis für jeden deutschen eSport Fan. Auf diesen Event freue ich mich seit zwei Jahren. Endlich wieder den Schritt zu wagen raus zugehen. Ich hoffe, dass ihr euch ebenfalls darauf freut und ein Teil davon seid.

Ganz wichtig sei es ihm auch zu erwähnen, dass er offen für jedes Gespräch sei. So kannst du ihn bei Fragen, Anliegen oder Verbesserungen kontaktieren. Dies sei auf Events, persönlich, via E-Mail oder anderen Wegen möglich. Ebenfalls würde er einmal im Monat eine Talkshow via Twitch ins Leben rufen, um den nationalen eSport zu besprechen. Solle diese Idee auf fruchtbaren Boden stoßen, wäre er sofort dabei.

Wie stehst du zu diesem Thema? Bist du vielleicht selbst eSportler? Teile uns doch einmal deine Gedanken zu dieser Umstrukturierung mit!

Quelle

23. Feb 2015, 09:15
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Maria Händel
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