Gronkh im Interview über Onlinehass, Youtube und "Friendly Fire 2"

Youtube-Star Gronkh plaudert über Onlinehass, Youtube, political correctness und das anstehende Event "Friendly Fire 2".

Dafür dass Gronkh die wohl größte deutsche Youtube-Persönlichkeit im Netz ist, hört man von dem 39jährigen eher selten etwas außerhalb seiner Videos und Streams. Im Rahmen der Promo zum  Wohltätigkeitsevent "Friendly Fire 2" hat Gronkh nun mit Spiegel Online gesprochen und dabei unter anderem zum Thema Youtube und Onlinehass geplaudert. Auch über seine Rolle als vermeintlicher Star und als Jugendvorbild wird gesprochen.

Von Youtube selbst ist Gronkh in letzter Zeit eher weniger begeistert: Ähnlich wie beim Fernsehn sieht er hier eher eine Rückentwicklung zu primitiven und aufmerksamkeitserhaschenden Formaten. Schuld daran haben neben den Erstellern und dem Youtube-Algorithmus auch die Zuschauer:

"Die Startseite von YouTube besteht zum Großteil aus Prankvideos und Brüsten. Das ist erschreckend. Unter dieser Kruste gibt es natürlich viele gute Videos zu entdecken. Nur kriegen Nutzer die leider nicht mehr so leicht zu sehen. (...) Man kann versuchen, den jungen Leuten Dinge schmackhaft zu machen. Ihr Geschmack wird sich dadurch aber nicht ändern. Der Schund kommt zwangsläufig wieder nach oben, weil er geklickt wird."

Der Onlinehass, den viele vor allem mit den dunklen Ecken von Youtube verbinden, ist laut Gronkh ein Problem das weit über Youtube hinausgeht. Neben den üblichen Trollen, die man am besten ignorieren sollte, bemerkt der Youtuber vor allem einen Anstieg an "politischem Hass".  Geht es nach Gronkh, soll man diesem mit Offenheit und Dialog begegnen statt ihn zu dämonisieren und somit Menschen auszuschließen - an dieser Stelle verweist er auf den überraschenden Wahlsieg von Donald Trump in den USA.

Auch die sogenannte "political correctness" sieht er als Gefahr für den Online-Dialog:

"Political Correctness ist ein wichtiges und furchtbares Thema zugleich. Es ist schrecklich, wenn man immer aufpassen muss, was man sagt - man lebt dann beinahe mit einer ständigen Angst, jemandem mit einer unbedachten Aussage irgendwo auf die Füße zu treten. (...) Ich achte aber darauf, mir nicht den Mund verbieten zu lassen."

Neben diesen kontroversen Themen gab es natürlich auch ein paar erfreuliche Ankündigungen: Beim Wohltätigkeitsevent "Friendly Fire 2", welches Gronkh mitorganisiert, bieten diverse Youtuber am 3. Dezember einen Tag voll mit Unterhaltung. Gesammelt wird unter anderem für die Deutsche Tafel. Das besondere an dem Event: Wird ein Spendenziel erreicht, müssen sich die Youtuber einer Strafe unterziehen.

"Eine Motivation für die Zuschauer sozusagen. Letztes Jahr habe ich mir den Bart bis auf einen immens peinlichen Schnauzer abrasiert und musste dann auch so rumlaufen, bis der Bart nachwuchs. Dieses Jahr werde ich mir wohl sämtliche Haare komplett grau färben. Alles will ich noch nicht verraten, aber: Es wird furchtbar."

Bist du ein Fan von Gronkh, oder sind Let'sPlays eher nichts für dich? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!

Quelle: Spiegel Online

23. Nov 2016, 21:41
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Colin Kilian
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