Hinter den Kulissen: Nitrado Cloud Server

Während der Planung und Entwicklung der Nitrado Public Cloud wurde das Augenmerk auf höchste Perfomance und Verfügbarkeit gelegt, um aktuelle Gameserver mit den Nitrado-Cloud Servern betreiben zu können. Hier kommen speziell ausgewählte Soft- und Hardware-Komponenten zum Einsatz, welche wir in diesem Artikel vorstellen möchten.

Im letzten Artikel wurden die Nitrado Cloud Server offiziell für Juli 2017 angekündigt. Aber welche Technik verbirgt sich hinter dem Begriff "Cloud Server"?

Virtualisierung

Nitrado uses Openstack

Um jederzeit Stabilität und Flexibilität zu gewährleisten, wird die Hardware der Nitrado Public Cloud virtualisiert. Diese Virtualisierung ist über ein OpenStack-Cluster mit KVM/QEMU-Hardware-Virtualisierung realisiert. Damit ist es jederzeit möglich, Eigenschaften des Cloud Servers zu verändern, wie zum Beispiel die Größe des Arbeitsspeichers oder die Anzahl an CPU-Kernen. Die KVM-Virtualisierung sorgt für annähernd dieselbe Performance wie auf einem Server ohne Virtualisierung.

Speicherplatz

nitradocloudserversnew

Die Nitrado Cloud Server verwenden ein zentrales HPE 3PAR-Enterprise-Storagesystem, welches in diesem Fall ausschließlich mit 4TB Server-SSD-Festplatten ausgestattet ist. Das System ist in sich redundant aufgebaut und verwendet intern ein RAID, sodass der Ausfall mehrere SSDs kompensiert werden kann. Sogar der Ausfall ganzer Komponenten, wie zum Beispiel eines Storage-Controllers oder eines Netzteils, kann aufgrund der doppelten Auslegung kompensiert werden. Zudem bietet das auf SSD optimierte 3PAR-Storagesystem eine einzigartige Performance mit Zugriffszeiten von unter einer Millisekunde.

Daten von Game Servern wie Minecraft, die oft viele kleine Daten schreiben müssen, werden mit diesem System auch unter höchster Last sofort geschrieben, was sich in einem flüssigen Spielerlebnis widerspiegelt.

Auch für andere Serveraufgaben ist das Storagesystem optimal geeignet, so zum Beispiel für große Webseiten und Datenbanken, bei denen die Latenz beim Lesen und Schreiben niedrig sein muss.

Prozessoren

Intel xeon

Für die Cloud Server kommen ausschließlich Intel-Prozessoren zum Einsatz. Zum Start werden die Server mit CPU-Kernen einer Intel Xeon E5-2699v4-CPU bereitgestellt. Die Hypervisor-Systeme verfügen jeweils über zwei dieser Prozessoren, so dass jederzeit eine optimale Performance garantiert wird. Außerdem ist es somit möglich, Cloud Server mit bis zu 44 echten CPU Kernen zu buchen.

Für Ende des Jahres ist es geplant, weitere Intel Prozessoren mit unterschiedlichen Taktraten bis zu 4,2GHz und mehr anzubieten. Damit stehen für alle Serveranwendungen Konfigurationen bereit, egal, wie die Anforderung an den Prozessor sind.

Der für die Cloud Server ausgewählte Arbeitsspeicher ist DDR4-Speicher der neuesten Generation mit 2400MHz. Dieser Serverspeicher verfügt zudem über eine ECC-Fehlerkorrektur, welche für den stabilen Serverbetrieb wichtig ist. Fehler im Arbeitsspeicher werden dadurch im laufenden Betrieb erkannt und korrigiert. Somit ist eine außerordentliche Stabilität des Servers sichergestellt. Die DDR4 2400MHz sorgen für eine schnelle Verarbeitung der Daten, sowie für die performante Ausführung der Serversoftware auf dem Cloud Server.

Netzwerk

Alle Hypervisor-Server, auf denen die Cloud Server laufen, sind mit 2x10 Gbit an das Internet angebunden. Jedem Cloud Server stehen mindestens 2TB „bis zu 10 Gbit/s Ultra Speed Traffic“ zur Verfügung. Sollte das Kontingent aufgebraucht sein, kann weiterer Traffic dazu gebucht werden. Ansonsten erfolgt die automatische Umstellung auf eine 100 Mbit/s-Flatrate - immer noch mehr als ausreichend für die die allermeisten Anwendungsfälle.

Die doppelte Anbindung mit 2x10 Gbit dient der Redundanz sowie der Lastverteilung der Bandbreite. Sollte eine Anbindung ausfallen, zum Beispiel durch Wartungsarbeiten, wird der komplette Traffic in Echtzeit über die noch verbleibende Anbindung geleitet. Die Server sind entsprechend auch an zwei Switches angeschlossen, die unabhängig voneinander konfiguriert sind.

Betriebssysteme

Zu Beginn wird es die Linux-Distributionen Debian 8, CentOS 7, Fedora 25 und Ubuntu 16.04 geben. Für Windows Server steht Windows Server Standard 2012R2 und 2016 zur Installation bereit.

Weitere Distributionen, darunter auch Gentoo und Arch Linux, werden nach Release der Cloud Server eingebunden. Gerne berücksichtigen wir hier auch Wünsche unserer Kunden. Somit steht jedem Administrator die Distribution zur Verfügung, die er für seinen Anwendungszweck benötigt und bevorzugt. Die Installation oder Neuinstallation wird per Webinterface mit einem Klick durchgeführt und ist somit auch für einen Einsteiger ein Kinderspiel.

Preise

Wie im letzten Artikel erwähnt, wird es zwei verschiedene Varianten der Nitrado Cloud Server geben: Der Cloud Server Dynamic wird pro Tag abgerechnet und kann entsprechend jederzeit flexibel je nach Bedarf an Performance umkonfiguriert werden. Die Restlaufzeit wird dabei sekundengenau erstattet. Die Dynamic-Version erlaubt entsprechend auch jederzeit eine vollständige Stornierung mit voller Restwerterstattung als Guthaben auf dem Account.

Der reguläre Cloud Server ist dafür ausgelegt mit der gewählten Konfiguration langfristig zu laufen. Zwar kann dieser auch jederzeit umkonfiguriert werden, im Falle eines Downgrades werden jedoch lediglich 50% des Restwerts angerechnet. Upgrades sind aber natürlich trotzdem uneingeschränkt möglich. Die reguläre Variante ist also für Anwendungen gedacht, deren Anforderungen sich nicht häufig ändern und eine langfristige Planung ermöglichen. Aufgrund dieser Planungssicherheit ist der Preis günstiger im Vergleich zum Dynamic Server: Je länger die gewählte Vorauszahlung, desto geringer wird der Preis pro Tag. Außerdem steht ein Testangebot mit 3 Tagen Laufzeit zur Verfügung.

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STAY TUNED!

Bis zum Start des neuen Produkts werden wir regelmäßig weitere Details in ausführlichen Artikeln veröffentlichen. Im nächsten Artikel sprechen wir über das Webinterface und werden über die einfachen Verwaltungsmöglichkeiten für Einsteiger und Profis berichten.

#NitradoCloud

#Artikel 1: Neues Produkt: Nitrado Cloud ab Juli 2017 verfügbar

18. Mai, 09:51
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Tobias Heinen
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Comments
  
marcel
122 Tage
Über die API wird es in einem der nächsten Artikel gehen. Schon vorab zum stöbern: https://doc.nitrado.net/#api-Cloud_Server
maikelwithai
123 Tage
Wird es eine API geben? Zwecks Neustart etc.?
marcel
125 Tage
Es wird möglich sein u.a. Minecraft einfach zu installieren und zu verwalten. Mehr dazu in den nächsten Aritkeln bis zum Launch im Juli :)
Battlelore22
128 Tage
Hi, wird es eig. ein Tutorial geben, wie man den Server(Minecraft) ans laufen bekommt oder gibt es schon Voreinstellungen wie bei den normalen Servern?

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