Für dich im Test: Das P55W Gaming Notebook von Gigabyte

Wir haben für dich einmal einen Blick auf zwei Top Gaming-Notebook Modelle von Gigabyte geworfen und verraten dir in unserem Test was sie können und ob sie die Bezeichnung "Gaming-Notebook" wirklich verdient haben.

Ja ist denn heut schon Weihnachten? Nicht ganz, aber dennoch trafen vergangene Woche zwei dicke Pakete bei uns ein, welche jeweils ein Gaming-Notebook aus der aktuellen Produktreihe von Gigabyte enthielten. Natürlich sagen wir da mal ganz höflich danke und schauen uns die Schmuckstücke ganz genau an. In diesem Test nehmen wir das P55W ganz genau unter die Lupe und verraten dir, ob es sich auch "Gaming-Notebook" nennen darf.

Verpackung, Lieferumfang

Beginnen wir einmal mit der Verpackung und dem Lieferumfang. Das P55W kommt in einem Karton, der in den Farben schwarz und orange gehalten ist daher. Der Tragegriff erleichtert den Transport nach Hause und bietet sich samt Karton auch an, wenn man das Notebook auf Reisen einsetzen möchte. Gut gepolstert in Schaumstoff und durch eine kleine Tasche geschützt gegen Kratzer, präsentiert sich das Gerät beim Auspacken.

Quelle: Andreas Hirschhäuser Quelle: Andreas Hirschhäuser

Mitgeliefert werden eine Anleitung, die Treiber-CD und natürlich das Netzteil, um das Notebook mit Strom zu versorgen.

Technische Daten

Das 15,6" große Notebook beherbergt schon ein paar recht potente Komponenten. Verbaut ist ein IPS-Display, welches für FullHD ausgelegt ist. Die Farbdarstellung und die Blickwinkelstabilität ist gewohnt gut. Auf dem Prozessorplatz werkelt ein Intel i7-6700HQ mit einem Grundtakt von 2.6 GHz.

Quelle: Andreas Hirschhäuser Quelle: Andreas Hirschhäuser

Für die Bilder ist, neben der Intel HD 530-Prozessorgrafik, eine Nvidia Geforce GTX 1060 mit 6 GB Videospeicher zuständig. Hören wir da leises grummeln im Raum? Keine Sorge, bei der GTX 1060 handelt es sich keines Falls um eine abgeschwächte "mobile Variante" des großen Bruders, sondern um eine vollwertige HD Grafikkarte aus dem Hause Nvidia. An Arbeitsspeicher stehen 2x8 GB DDR4 zur Verfügung, wobei sich bis zu 32 GB verbauen lassen. Als Festspeicher gibt es in unserem Modell eine Kombination aus 128 GB M.2-SSD und 1 Terabyte HDD. Dazu gesellen sich ein Multi DVD-Brenner und Windows 10 als Betriebssystem.

Anschlüsse

Auf der linken Seite des P55W befinden sich die meisten Anschlüsse. Zu finden ist hier einmal USB 3.0 neben einem USB 3.1 Typ-C-Port, der bis zu 10 Gb/s bietet. Auch ein Gigabit-LAN-Port, eine HDMI 2.0-Schnittstelle und ein VGA-Anschluss sind verbaut.

Quelle: Andreas Hirschhäuser Quelle: Andreas Hirschhäuser

Warum in einem Gaming-Notebook noch immer VGA-Ports verbaut werden, wissen wir leider nicht. Zwei weitere USB 3.0-Ports und die Audio-Buchsen befinden sich auf der rechten Seite. An der Front des Gerätes befindet sich noch ein Kartenleser und natürlich bekommst du auch WLAN 802.11 ac und Bluetooth V4.1+ geboten.

Inbetriebnahme

Wir klappen das Notebook auf und betätigen den Einschaltknopf. Uns begrüßt Windows 10 und stellt uns noch ein paar kurze Fragen zu unseren Einstellungen. Nun geht es zunächst an die Installation der Treiber. Der Hersteller liefert für diesen Zweck direkt eine CD mit. Auf dieser finden wir auch ein schönes Tool, das uns die Arbeit abnehmen soll und alle Treiber nacheinander installiert. Als der Treiber für den Kartenleser an der Reihe war, kam es hier leider zu einem Fehler. Dies ist jedoch einem Windows geschuldet, was beim ersten Start nur über die wenigsten Updates verfügt.

Quelle: Andreas Hirschhäuser Quelle: Andreas Hirschhäuser

Nach einem Neustart haben wir das Programm einfach noch einmal gestartet. Es erkannte auch sofort welche Treiber schon auf dem Laptop vorhanden waren und installierte nur noch den Rest. Anschließend holten wir uns noch ein paar Updates und unsere Testprogramme auf den kleinen Rechner.

Leistung

Zum Überprüfen der Leistung benutzen wir einschlägige Programme, wie z.B. 3DMark, Catzilla und auch Cinebench R15. Durch die große Verbreitung lassen sich damit sehr gute Vergleiche mit anderen Systemen durchführen. Mit dem CPU-Test von Cinebench R15 bewerten wir zunächst die Prozessorleistung. 8 Threads arbeiten hier parallel an einem Bildaufbau. Mit 661 Punkten, rangiert die mobile Variante zwischen einem i7-3770K und einer Intel i7-4770K Desktop-CPU.

Quelle: Andreas Hirschhäuser Quelle: Andreas Hirschhäuser

Die verbaute 1 TB-Festplatte leistet einen guten Dienst als schneller Datenspeicher. Für das Betriebssystem kommt eine SSD zum Einsatz, von der wir uns aufgrund der M.2-Schnittstelle aber etwas mehr erhofft hätten. Die Transcend MTS800 arbeitet aber leider nur mit dem SATA3-Protokoll.

Etwas genauer nehmen wir die Grafik unter die Lupe. Hier kommen gleich drei Programme zum Einsatz und GPU-Z verrät uns erst einmal, was wir überhaupt vor uns haben. Um die Spieleleistung unter DirectX 12 zu beurteilen, greifen wir zu Rise of the TombRaider - eins der wenigen Spiele, die bisher die neue Grafik-Schnittstelle implementiert haben.

Quelle: Andreas Hirschhäuser Quelle: Andreas Hirschhäuser

Ein weiterer Test, der sich auf DX12 bezieht ist der 3DMark TimeSpy. Hier rangiert das Gerät mit 3556 Punkten knapp über den Mindestanforderungen für VR-Brillen. Im FireStrike wird die magische Grenze von 9000 Punkten um 59 Punkte überboten.

Temperaturen und Akkulaufzeit

Die ganzen Tests heizen die Hardware natürlich auf und ziehen ordentlich Strom aus dem Akku. Wenn du das Notebook richtig forderst, dann muss nach etwa zwei Stunden das Netzteil wieder angeschlossen werden. Bei moderatem Betrieb hält der Akku aber auch etwas länger. Hardcore-Gamer werden das P55 bei Spielen bestimmt ähnlich fordern, wie wir bei den Benchmarks. Bei um die 23°C Raumtemperatur erreichten wir für CPU und auch Grafik einen Maximalwert von 91°C. Beim Prozessor wurde allerdings nur einer der Kerne dermaßen warm. Die anderen drei Rechenknechte erreichten nur einen Wert von um die 80°C.

Fazit

Für einen Einstiegspreis von 1.599,- Euro bekommt man mit dem P55W ein Gaming-Notebook, das jedes aktuelle Spiel in FullHD gut darstellen sollte. Das helle IPS-Display und die beleuchtete Tastatur spenden auch bei nächtlichen Gaming-Sessions ausreichend Licht. Die Akku-Laufzeit liegt mit etwa 2 Stunden im Stresstest und zwischen 4-5 Stunden unter “Normalbedingungen” auf einem normalen Niveau für solche Geräte. Die meisten User verwenden solche Laptops wahrscheinlich direkt am Netzteil. Für Arbeiten unterwegs könnte man aber doch etwas mehr Strom gebrauchen.

Die Leistung der mitgelieferten M.2-SSD ist angemessen. Für den aufgerufenen Preis ist das P55W ein solides Gaming-Notebook. Mit unserem Modell konnten wir sogar die Angaben für Rise of the TombRaider auf der Herstellerseite leicht überbieten.

Spielst du lieber auf Desktop-Rechnern oder am Notebook? Verrate es uns in den Kommentaren!

Quelle(n): Gigabyte

5. Dez 2016, 15:06
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Andreas Hirschhäuser
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