Need for Speed - Interview mit dem Entwickler

Wie entsteht ein neues Need for Speed? Woher kommen die Ideen und was ist eigentlich mit der Story? Das Interview mit Ghost Games war sehr lehrreich.

Die Kollegen von Games.ch haben Need for Speed Entwickler Ghost Games besucht und dabei Executive Producer Marcus Nilsson ausgequetscht. Der Studiochef, welcher vorher auch an Battlefield 2142 und Need for Speed: Shift beteiligt war, plauderte fröhlich aus dem Nähkästchen und erklärte unter anderem, wie es zur Idee hinter dem neuen Teil kam:

Ich fahre also auf dieses Streetcar-Event in Stockholm mit meinem Porsche 911 GT3 aber in der Szene hat das keinen interessiert. Sie haben mein Auto nicht sonderlich gewürdigt, weil ich es einfach nur gekauft habe. Ich habe keine Liebe reingesteckt.

Diese Erfahrung und das anschließende Gespräch mit seinem Team bildeten die Basis (oder das Chassis) für das neue Need for Speed. Dieser Ansatz erklärt auch, weshalb die Cops im zwanzigsten Teil eher zweitrangig anzusehen sind - Wer keine Lust auf Verfolgungsjagten, Nagelbänder oder Polizeihubschrauber hat fährt bei einer Kontrolle einfach rechts ran, bezahlt die aufgebrummte Strafe und zieht von dannen. So kannst du dich auf den Tuning- und Drift-Spaß konzentrieren ohne die Gesetzeshüter großartig fürchten zu müssen.

Need for Speed_TuningSollte dich die Polizeiaction aber reizen, wirst du für eine halsbrecherische und zerstörerische Flucht belohnt. Je mehr Chaos du anrichtest und je mehr Einsatzfahrzeuge dabei draufgehen, desto höher wird deine Strafe. Entkommst du, wird dir die Summe von einem seltsamen Kerl auf dein Konto überwiesen. Wirst du allerdings gefasst, musst du den Betrag abdrücken. "Ich glaube das ist ein schönes Risk-Reward-System, welches den Spieler sehr motiviert", bemerkt Nilsson.

Außerdem beschrieb er das Tuning näher, welches einen essentiellen Bestandteil des aktuellen Spiels ausmacht:

Ich glaube das war ein echtes Problem der letzten Spiele unserer Serie: es gab zu viele Autos in zu kurzer Abfolge. Mitunter wurden eure Garagen ja nur so überspült mit Luxusflitzern, das wollen wir ändern. Die Autos haben einen recht realistischen Gegenwert, es dauert also sie sich zu verdienen. Dadurch verbringt ihr viel mehr Zeit mit jedem einzelnen Untersatz und holt das Maximum aus dem raus, was ihr habt.

Need for Speed_LamborghiniZum Schluss wurde noch die Story thematisiert. Allen voran geht hier die Schrauberin Amy, welche eine kleine Werkstatt leitet und zu Beginn das Tutorial übernimmt. Sie zeigt dir alles, was du über das Tuning und die Straßen der Stadt wissen musst. Je mehr Aufträge du für sie erledigst, desto mehr Geld steht der ambitionierten Frau zur Verfügung. Ergo verwandelt sich die mickrige Garage schnell in einen Schrauber-Tempel und der Tuning-König Japans Nakai-san höchstpersönlich verschafft uns Zugang zu den edelsten Ersatzteilen weltweit.

Freust du dich schon auf Need for Speed, oder hat die Reihe deiner Meinung nach seinen Reiz verloren? Hinterlass uns eine Nachricht in den Kommentaren!

Quelle: Games.ch

21. Okt 2015, 09:37
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Tobias Heinen
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