Publisher kritisieren streikende Synchronsprecher

Namhafte Publisher wie Activision, Take-Two oder WB Games haben eine Website ins Leben gerufen, um die Gewerkschaft SAG-AFTRA zu kritisieren.

Von einer Gewerkschaft namens SAG-AFTRA hat man hierzulande wohl noch nicht gehört. Es handelt sich hierbei um eine amerikanische Gewerkschaft, welche Schauspieler, Moderatoren, Sprecher und andere Künstler vertritt. Unter den über 110.000 Mitgliedern sind auch einige Synchronsprecher für Videospiele. Für eben jene verhandelte die SAG-AFTRA mit den Publishern und forderte neben höheren Vergütungen auch eine Umsatzbeteiligung und höhere Aufwendungen für die Gesundheitsvorsorge.

Die betroffenen Publisher haben nun eine gemeinsame Website ins Leben gerufen, um die Gewerkschaft zu kritisieren. Diese hatte nämlich zum Streik aufgerufen, da die Verhandlungen festgefahren seien. Das sehen die Publisher allerdings anders und zeigen auf ihrer Website auf, in welchen Punkten bereits Zugeständnisse gemacht wurden und in wie vielen die Gewerkschaft offenbar nicht zu überzeugen ist, obwohl die Angebote der Unternehmen den Forderungen sehr nahe sind.

Zudem führen die Publisher an, dass der Streik der Synchronsprecher der SAG-AFTRA schaden wird, da kleinere Unternehmen nun eher vor einer Kooperation zurückschrecken würden. Außerdem sind sie der Überzeugung, dass die rund 75% der Künstler, die nicht in der Gewerkschaft organisiert sind, viel mehr vom Streik profitieren werden.

Die Gewerkschaft reagierte mit der Forderung die Website offline zu nehmen. Sie verletzte das Urheberrecht der Gewerkschaft und würde diese getarnt als Seite der SAG-AFTRA diffamieren. Bisher ist die Website nach wie vor hier erreichbar.

Was sagst du zu dem Streik der SAG-AFTRA? Denkst du er wäre nötig gewesen und was sagst du zum Verhalten der Gewerkschaft sowie der Publisher? Schreib es uns in die Kommentare.

Quelle: PCGamer,

    31. Okt 2016, 16:27
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    Fabian Jahoda
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