Sicherheit und Anonymität im Netz wahren

Kriminalität im Netz ist heutzutage leider nichts ungewöhnliches und kann jeden Internetnutzer betreffen - auch dich. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, sich so anonym wie möglich im Web zu bewegen und so vor Cyberattacken sicher zu sein.

Cyberkriminalität existiert in verschiedenen Formen

Bestimmt hast du auch schon von Prominenten gehört, deren private Fotos wegen mangelnder Sicherheit unerlaubt veröffentlicht wurden - in einigen Fällen werden sie damit sogar erpresst. Das ist aber nicht der einzige Weg, um auf illegale Art und Weise viel Geld zu erhaschen. Erpressung kann auch mithilfe persönlicher Daten stattfinden, die sich Kriminelle durch Phishing-Attacken in Form von gefälschten E-Mails, Apps, Websites oder Spyware erschleichen - alternativ können solche Daten übrigens auch einfach weiterverkauft werden. Außerdem werden gestohlene Bankdaten dazu genutzt, sein eigenes Konto zu bereichern oder Online-Käufe zu tätigen.

Wenn genug Daten zusammenkommen, kann ein Hacker sogar deine Identität annehmen und in deinem Namen Straftaten im Web begehen. Sogar "Geiseln" können Kriminelle mithilfe des Internets nehmen und dafür Geld verlangen - zwar nicht in Form von Menschen, aber dafür in Form von einem Smartphone, einem PC oder anderen Geräten, die damit verbunden sind und gesteuert werden. Sie können diverse Programme und Hardware lahmlegen und Lösegeld dafür verlangen, diese wieder freizugeben. Wie du siehst, kann bei zu geringer Vorsicht sehr viel passieren - dem kannst du aber mit verschiedenen Mitteln vorbeugen.

Auf diversen Wegen sicher im Netz unterwegs

Der goldene Schlüssel zur Sicherheit im Netz ist die Anonymität - zumindest soweit möglich. Je weniger Fußabdrücke du im Internet hinterlässt, desto besser. Wie du das schaffst, kannst du dir im Folgenden durchlesen:

1. Passwörter

Passwörter sollen dir Schutz für deine Accounts im Internet bieten. Wenn du aber Kombinationen wie "123456", "passwort" oder andere einfache Namen oder Worte verwendest, kann das sehr schnell böse enden. Jedes deiner Passwörter sollte unzusammenhängende Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Symbole enthalten. Außerdem sollte dein Passwort mindestens acht Zeichen lang sein und du solltest für jeden deiner Accounts ein anderes Passwort besitzen. Am besten schreibst du dir jedes deiner Passwörter auf einem Zettel auf und verwahrst ihn an einem Ort, zu dem nur du Zugang hast. Du solltest niemals Passwörter auf einem Gerät selbst speichern und wenn etwas mit einem Standardpasswort geliefert wird, solltest du dieses sofort ändern.

2. Vorsicht bei öffentlichem WLAN

Bei öffentlichem WLAN solltest du sehr vorsichtig sein: Gib nirgendwo private Daten ein, wenn du gerade mit einem öffentlichen Hotspot verbunden bist. Zu dem hat nämlich jeder Zugriff - auch die, die dir vielleicht Böses wollen. Insbesondere um Online-Banking oder Einkäufe solltest du dich lieber bei einer verschlüsselten WLAN-Verbindung kümmern.

3. Firewalls, Antivirenprogramme und Systemupdates

Eine Firewall und ein Antivirenprogramm können dir dabei helfen, deine persönlichen Daten zu schützen und potenzielle Gefahren abzuwehren. Vergiss aber nicht, diese auch regelmäßig zu aktualisieren. Auch Systemupdates auf PC, Smartphone oder Tablet sorgen dafür, dass deine Sicherheitsfunktionen immer auf dem neuesten Stand sind.

4. Cookies

Um deine Anonymität im Netz zu wahren, solltest du außerdem immer deine Cookies löschen: Diese werden von Webseiten auf dein Gerät geladen, um die für dich interessantesten Inhalte herauszufiltern und so Onlinewerbungen auf dich zuzuschneiden. Damit sich das Internet nicht an deine Aktivitäten erinnert, kannst du in deinem Browser die automatische Löschung der Cookies aktivieren. Helfen kann dir dabei auch ein Programm wie CCleaner.

5. https

"https" steht für HyperText Transfer Protocol Secure - klingt zunächst komplizierter als es ist. Wenn du diese Abkürzung in der URL einer Webseite eingibst, werden deine Daten verschlüsselt und sicher übertragen. Wenn das der Fall ist, befindet sich ein geschlossenes Schloss-Symbol in der Statuszeile des Browsers. Daran solltest du insbesondere beim Online-Banking und -Shopping denken.

6. Privater Modus

Wenn du den privaten Modus in deinem Browser aktivierst, werden weder Cookies, noch Passwörter oder besuchte Webseiten gespeichert. In Google Chrome beispielsweise kannst du mithilfe eines Klicks auf die drei Punkte rechts neben der Adressleiste die Option "Neues Inkognito-Fenster" aufrufen, im Internet Explorer funktioniert das über "Einstellungen - Sicherheit - In Private Browsing". Bei Mozilla Firefox findest du ebenfalls in den Einstellungen die Möglichkeit zum Öffnen eines "privaten Fensters".

7. Sicherheit beim Suchen

Für das sichere Suchen im Internet ist Google nicht gerade die richtige Adresse, denn dort werden deine Adressen ausgewertet und weiterverwendet. Wenn du das verhindern möchtest, kannst du auf die Suchmaschine DuckDuckGo zurückgreifen, die keine Suchanfragen speichern und deine Privatsphäre im Netz wahren soll.

8. Tor

Mithilfe des Browsers Tor kann man sich ganz anonym im Netz bewegen. Er wird dazu verwendet, auf verschlüsselte Art und Weise zu kommunizieren.

Wie bleibst du im Internet sicher? Von welchen Möglichkeiten hast du bisher noch nichts gewusst? Schreibe es uns in die Kommentare!

Quelle: PC Welt

Bildquelle: UJRC

    23. Mär 2017, 14:52
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    Julia Plura
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