Steam - Änderungen am Geschenk-System

Steam geht mit einer Änderung am Geschenk-System Keysellern und Sparfüchsen gleichermaßen an den Kragen.

Valve hat mit sofortiger Wirkung einige signifikante Änderungen am Geschenk-System der beliebten Spieleplattform Steam vorgenommen. Während man bisher Spiele kaufen und im Inventar lagern konnte, um diese später zu verschenken, ist dies nun nicht mehr möglich. Verschenkt werden kann ein Titel nun nicht mehr aus dem Inventar heraus, sondern nur im Moment des Erwerbs. Die Einzige Ausnahme bilden bereits seit vor der Änderung im Inventar gelagerte Spiele. Nutzer können jedoch den Zeitpunkt der Geschenküberreichung selbst bestimmen, um beispielsweise ein Spiel pünktlich zum Geburtstag abzuliefern. Sollte ein Geschenk vom Empfänger abgelehnt werden, so erhält der Verschenkende den Kaufpreis zurück, anstatt das Spiel in seinem Inventar zu behalten.

Auch das Verschenken via Email-Adresse ist nicht länger möglich: Nur noch bestehende Steam-Accounts können in Zukunft beschenkt werden. Dafür soll es nun kein Rätseln und Bangen mehr darum geben, ob das Spiel auch wirklich ankommt, denn nurnoch zulässige Steam-Accounts werden für diese Transaktion aufgelistet. Ein Faktor, der bei der Zulässigkeit eines Geschenkes nun eine Rolle spielt, ist die Region: Ist der Preisunterschied zwischen zwei Regionen bei einem Titel zu hoch, können Spieler aus diesen Regionen sich nicht gegenseitig beschenken.

Diese Änderungen haben weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Bereiche der Steam-Community: Giveaways und Gewinnspiele mit Überbleibseln aus dem Steam-Inventar sind Geschichte, ebenso wie Hamsterkäufe während eines Sales. Besonders Grauzonen-Keyhändlern und Cheatern wird damit das Handwerk gelegt, da das Anlegen von großen Spielevorräten für den Weiterverkauf oder die zukünftige Nutzung nicht mehr möglich ist. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass Spartricks durch "Geschenke" aus anderen Regionen nicht mehr funktionieren, und dass Nutzer in der Wahl von potentiell zu beschenkenden Personen deutlich eingeschränkter sind. Dementsprechend gemischt sind auch die Reaktionen der Community: Während einige sich freuen, dass Cheater ihre CS:GO-Kopien demnächst zum Vollpreis kaufen müssen, beklagen andere die Einschränkung der Nutzerrechte und einen weiteren Schritt in Richtung Region Locking von Spielen.

Was hältst du von den Änderungen? Richtige Maßnahme oder unnötige Einschränkung? Schreib es uns in die Kommentare!

Quelle: Steam

5. Mai 2017, 03:57
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Colin Kilian
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