Steam – Entwickler fordert professionelle Reviews

Ein Indie-Entwickler fordert von Valve, wenigstens einen Teil der Reviews auf Steam von professionellen Journalisten schreiben zu lassen.

Cliff Harris ist Indie-Entwickler und Chef der Firma Positech Games, einem Ein-Mann-Unternehmen. Der Engländer ist unter anderem für die Politik-Simulationen der Democracy-Reihe, sowie das Spiel Big Pharma, in welchem der Spieler ein Krankenhaus aufbaut, verantwortlich. Die Spiele von Cliff erscheinen auch stets auf Steam, wo diese wiederum von den Nutzern bewertet werden können.

Diese Reviews sollen ihm und wie er sagt auch jedem anderen Entwickler auf Steam, schon Kopfzerbrechen bereitet haben. Genau aus diesem Grund machte sich Harris nun Luft auf seinem Blog und fordert dort, dass Valve professionelle Autoren einstellt, um Reviews zu verfassen.

Harris zufolge sollte die Beschreibung des Herstellers, welche das Spiel natürlicherweise lobt, zusammen mit den Nutzerreviews, eine objektive Sicht auf das Produkt ermöglichen. Seiner Meinung nach ist das allerdings aus mehreren Gründen nicht der Fall.

Cliff Harris ist der Ansicht, dass die Anonymität der Reviews ausgenutzt werden würde, um beispielsweise Spiele von Frauen oder solche, die mit dem eigenen Lieblingsspiel konkurrieren, einfach niederzumachen.

Außerdem „sollte man in Therapie gehen“, wenn man ein Spiel für 40 Stunden spielt und dieses dann schlecht bewertet, so Harris. Wer wiederum nur 40 Minuten spielt, soll ein Spiel ebenfalls nicht bewerten. Tatsächlich ist so etwas keine Seltenheit, besonders nach größeren Updates oder im Kontrast dazu, längere Zeit ausbleibende Patches, lassen oftmals auch Veteranen des jeweiligen Spiels eine Review negativ ausfallen. Ein Beispiel hierfür wäre Space Engineers, dort lassen sich unter den hilfreichsten Bewertungen gleich mehrere, negative Rezensionen finden, deren Autoren über 1.000 Stunden Spielzeit haben.

Weiter kritisiert Harris, dass die Review auf Steam nicht repräsentativ seien, da jüngere Menschen beispielsweise mehr Zeit haben, um solche zu schreiben. Auch wütende Kunden seien motivierter ein Produkt zu bewerten, als solche, die zufrieden mit ihrem erworbenen Spiel sind.

Aus diesen Gründen fordert der Entwickler, dass Valve aktuell arbeitslose Spielejournalisten einstellt, damit diese in Vollzeit Steamspiele bewerten. Seiner Meinung nach würden solche Expertenreviews viele der Probleme lösen. Doch gibt es nicht hierfür Steams Kuratorenprogramm sowie eine Anzeige des MetaScores?

Was sagst du zu Cliff Harris und seiner Forderung? Denkst du, dass Nutzerreviews auf Steam wirklich nicht objektiv und repräsentativ genug sind? Schreib es uns in die Kommentare.

 

Quelle: GameStar

13. Jul 2016, 17:11
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Fabian Jahoda
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