Steam Greenlight - Das Projekt neigt sich dem Ende

Entwickler Valve ist mit seinem Projekt Steam Greenlight unzufrieden. Als Nachfolger wird Steam Direct zum Einsatz kommen, welches die bestehenden Probleme lösen soll.

Steam Greenlight wird abgeschaltet. Diese News kommt für die meisten vermutlich überraschend, war das Tool doch eine der größten Anlaufstellen für kleine Spiele und Entwicklergruppen. Allerdings möchte Valve diesen nicht die Möglichkeit nehmen, ihr Spiel zu vermarkten. Viel mehr möchte man wieder etwas Ordnung in das entstandene Greenlight Chaos bringen.

Projekt Greenlight - Ein Anfang

Wer mit dem Namen Greenlight nichts anzufangen weiß, sollte mal hier vorbeischauen. Hinter dem Projekt versteckt sich ein System, welches Entwicklern die Möglichkeit bietet, ihr Spiel an die Leute zu bringen. So wird schon vor der Veröffentlichung eine Community aufgebaut. Informationen stehen allerdings nie still, weshalb die Community stetig wachsen kann. Bei besonders großen Communities kann man auch von einem Hype sprechen.

Das Problem mit Greenlight ist aber, dass wirklich jeder sein Spiel präsentieren kann. Als ob das nicht bei manchen Leuten schon reichen würde, kann auch noch jeder seine Kritik in Form von Bewertungen und Kommentaren abgeben. Klar klingen beide Punkte eigentlich gut, doch wissen wir ja alle, wie das im Internet abläuft. Und warum sollte ausgerechnet Steam Greenlight frei von Trolls und anderen Unruhestiftern sein?

Dank dieser Leute, kommt es daher oftmals zu unschönen Situationen und die Lage eskaliert. Es wurden nicht nur Kritiken, sondern durchaus auch persönliche Beleidigungen geäußert. Tolle Spiele verschwanden manchmal hinter dreisten Kopien und einige Leute entwickelten Spiele, welche besser gar nicht erst die Alpha Phase erreichen sollten.

Insgesamt war Greenlight zwar ein starker Anfang für einen umfangreichen Videospielmarkt, konnte aber am Ende nicht ganz überzeugen. Das sah auch Valve so und entwickelte ein neues System, was die Fehler des alten beheben soll.

Steam Direct http://cdn.mos.cms.futurecdn.net/wtqoCcBbkD9WW9fJLvBa5g-650-80.jpg

Projekt Direct - Die Zukunft?

Dieses System nennt sich Steam Direct. Es verfolgt den gleichen Ansatz wie Greenlight, arbeitet dabei aber auf einer höheren Ebene. Hier kann man nicht nur irgendwelchen Quatsch einreichen, stattdessen gibt man einige private Daten an und zahlt eine einmalige Gebühr. Die Höhe dieser steht noch nicht fest, man munkelt aber über Summen zwischen 100 und 5000€.

Damit dürfte den Kopien und Wannabe-Spielen schon die erste Hürde gesetzt sein. Nur wer es ernst meint, wird diese Summe bezahlen. Dadurch wird auch die Menge an Spielen vermutlich drastisch reduziert werden, was den richtigen Titeln wiederum zu mehr Aufmerksamkeit verhilft.

Wer sich jetzt beschwert und behauptet, das sei reine Geldmache, liegt völlig falsch. Valve verdient nun zwar immer eine garantierte Summe, verliert aber auch enorm viele Trash-Kunden, welche am Ende ja dennoch Klicks und teils sogar Spiele generierten.

Das neue System soll also eine aufgeräumtere Umgebung für ernste Entwickler bieten. Der Grundgedanke, jedem Entwickler eine Chance  zu geben, bleibt dabei erhalten.

Wie gefällt dir das neue Konzept und wie waren deine Erfahrungen mit Greenlight? Schreib es uns in die Kommentare!

Quelle: PCGamer Bildquelle: Twitter PCGamer

11. Feb 2017, 15:07
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Leander Schuhr
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