Steam - Veränderungen bei der Gesamtwertung eines Spiels

Die Gesamtwertung von Titeln auf Steam wird in Zukunft fairer ausfallen. So werden nur noch Leute, die den Titel auch besitzen, Einfluss auf die Punktzahl haben.

Steam geht erneut einen Schritt in Richtung Kontrolle. Der aktuelle Schritt beschäftigt sich dabei aber mit einem durchaus kritisierten Thema. Bei Steam war es bisher möglich, eine Review für ein Spiel zu schreiben und damit Einfluss auf die Gesamtwertung zu nehmen. Im Kern wurde an diesem Feature nichts geändert, allerdings werden jetzt nur noch jene Reviews in die Wertung miteinbezogen, welche von Spielern stammen, die den Titel auch tatsächlich gekauft haben. Somit fallen Free-To Play Wochenenden oder anderweitige Aktionen ebenfalls raus, da man in diesen Zeiträumen das Spiel eher geliehen bekommt, statt geschenkt.

Der Hintergrund dazu könnte kaum einfacher sein. Wie schon so oft wurde das System ausgenutzt. Bisher war diese Angelegenheit immer eine Vertrauenssache. Steam hatte den Spielern vertraut, dass sie nur dann eine Bewertung abgeben würden, wenn sie das Spiel auch wirklich angespielt hätten. Wie das im Internet aber nun mal so ist, wurde dieses Vertrauen viel zu oft ausgenutzt. So entstanden schlechte Bewertungen, ohne, dass der Schreiber auch nur eine Sekunde in dem Spiel verbrachte.

Besonders schade war das natürlich für die Entwickler. Zwar will jeder wissen, wie sein Spiel bei den Leuten ankommt, und zwar egal ob gut oder schlecht, doch sollte diese Bewertung dann schon auf wahren Tatsachen beruhen. Stattdessen war diese Lücke im System aber ein gefundenes Fressen für Trolls, Hater und andere Unruhestifter. Und wer weiß, vielleicht gab es sogar bezahlte, schlechte Bewertungen. Man kann es zumindest nicht ausschließen. Ebenfalls kann man gekaufte, positive Bewertungen nicht einfach totschweigen. Spätestens seit dem Amazon Vorfall wissen wir, dass solch ein Verhalten für manch einen schon zur Tagesordnung zählt.

Das neue System soll diese Lücke nun schließen und die Gesamtwertung wieder realistischer werden lassen. Wer von nun an also auf ein Spiel mit eigenartiger Gesamtwertung trifft, braucht sich keine Sorgen mehr zu machen. Diese sollte dann fair und rechtens sein.

Wie stehst du zu dieser Entscheidung? Fühlst du dich in deiner Freiheit, alles zu bewerten, was du möchtest, eingeschränkt? Schreib es uns in die Kommentare!

Quelle: VG247

10. Mär 2017, 17:03
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Leander Schuhr
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