Titanfall 2 - Erster Testlauf endet mit viel Kritik

Letztes Wochenende lief die erste technische Beta zu Titanfall 2. Die Spieler äußerten jedoch mehr negative als positive Kritik und versetzten Entwickler Respawn so in Zugzwang.

Titanfall 1 brachte 2014 einige neue Elemente in die moderne Welt der Shooter Spiele. Dass das Spiel dabei sehr viel richtig machte, war an den Rezensionen und den guten Verkaufszahlen zu erkennen. Kurz um, Titanfall 1 war ein Erfolg. Kann Titanfall 2 da mithalten?

Der uns bevorstehende Nachfolger scheint leider noch nicht ganz auf dem Level seines Vorgängers zu sein. Das erste Beta Wochenende ist vorbei und die Kritik der Spieler äußerte sich meist negativ. Im Vergleich zu Titanfall 1 wirkte die Beta mehr wie eine Rückentwicklung, als ein Schritt in die Zukunft.

Die Entwickler zeigen sich jedoch aufmerksam und reagieren zügig. In einem Blog Post äußert man sich sehr offen gegenüber den Spielern und verspricht, auf ihre Meinungen einzugehen. In einigen Fällen sei es jedoch problematisch, weil die Kritiken auf Features zurückzuführen sind, welche in der Beta schlichtweg noch nicht zur Verfügung stehen.

Langsame Piloten

Verglichen mit dem ersten Teil wirken die Bewegungen der Piloten in Titanfall 2 zu langsam. Man hat das Gefühl, der Charakter würde gemütlich joggen. Der Spielfluss wirkt gebremst und das Spiel verliert an Tempo.

Dies ist jedoch nicht ganz ungewollt. Das Ziel ist es nämlich, jede Bewegung zu planen und den Spieler so vor eine größere Herausforderung zu stellen. Als Kontrast dazu, hat man die Geschwindigkeit in der Luft und beim an der Wand laufen erhöht.

Ist mein Titan schon da?

Viele Spieler empfinden das neue System zum "Titan Rufen" als zu langsam. Das System zählt nun nicht mehr einfach runter, sondern schreitet nur noch durch Fortschritt an den Zielpunkten voran. So kam es dazu, dass einige Spieler erst zum Ende einer Runde ihren ersten Titan rufen konnten.

Hier gehen die Entwickler direkt auf die Kritik ein und versprechen, dass der Balken sich zukünftig auch ohne Ziele füllen wird, wenn auch weniger als beim Vorgänger. Die Idee hierbei ist es, die Spieler zu motivieren, sich mehr um die einzelnen Ziele zu kümmern, als einfach nur Gegner zu besiegen. Wer fleißig ist, soll auch dafür belohnt werden.

Fürchte meinen Titan! ... Oh, er ist kaputt.

Die Titanen scheinen heutzutage nicht mehr das zu sein, was sie einmal waren. Die neuen Panzerungen sind offenbar dünner und so haben Spieler das Gefühl, ihren Titan zu schnell wieder zu verlieren. Besonders ärgerlich ist dieses Problem in Kombination mit der oben genannten Wartezeit, bis ein Titan überhaupt gerufen werden kann.

Hierbei passen Aussage und Handlung seitens Respawn nicht unbedingt zueinander. Man sagt zwar, dass die wichtigen defensiven Upgrades für die Titans einfach noch nicht implementiert sind, schraubt aber dennoch still und heimlich am Schadensoutput gegenüber den Titans rum.

Zielen, Schießen, Ausweichen ... Ach mist!

Nachdem sich bereits die Piloten langsamer anfühlen, wurden die Spieler auch noch mit erhöhten Abklingzeiten für ihre Titan Dashes konfrontiert.

Hier mussten die Entwickler nicht lange überlegen. Die Dash Abklingzeit wurde ein wenig angepasst. Zusätzlich wurde gesagt, dass die schnellsten Titanen bisher noch gar nicht implementiert sein.

Brachland

Mit vielen offenen Gebieten und weniger Stellen für Wallrunning wirken die Maps etwas eintönig und langweilig. Einige Spieler befürchten, dass sich dieses Map Design auch durch die restlichen Karten ziehen könnte.

Mit dem Versprechen seitens der Entwickler, demnächst mehr klassische Titanfall Maps zu veröffentlichen, scheint die Angst der Spieler aber unnötig zu sein. Es bleibt aber natürlich abzuwarten, wie die neuen Karten letztendlich wirklich aussehen.

So viele Knöpfe und Farben

Das Player Hud in Titanfall 2 ist viel zu überladen. Die Spieler stören sich daran und bitten um weniger Glitzer in der Kabine ihrer Riesenroboter.

Ohne zu zögern wurde angekündigt, dass in der finalen Version eine Option bestehen wird, die das Ganze komplett deaktiviert und so für mehr Ruhe im Cockpit sorgt.

Farbige Umrandungen

Die farbigen Umrandungen für Spieler, welche anzeigen, ob es sich um einen Gegner oder einen Verbündeten handelt, bleiben weiterhin im Spiel. Zwar gefällt das nicht allen Spielern, aber die Entwickler sehen es als sehr wichtig an, um im Getümmel den Überblick über Freund und Feind zu behalten.

Zum Abschluss bleibt noch zu sagen, dass du einige der neuen Features bereits dieses Wochenende erleben kannst. Am zweiten Beta Wochenende sollen nämlich bereits die ersten Umsetzungen der besprochenen Kritikpunkte im Spiel enthalten sein.

Findest du die Entscheidungen von Seiten der Entwickler richtig oder hast du selber Vorstellungen, wie die Probleme gelöst werden können? Schreib es uns in die Kommentare!

Quelle: VG247

27. Aug 2016, 11:13
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Leander Schuhr
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