TP-Link Routertest - Midrange vs. High-End

Ein guter Router ist die Basis für eine stabile Verbindung wenn es um`s spielen geht und deshalb vergleichen wir für euch einmal das Einsteigermodell TP-Link AC1750 (Archer C7) mit dem AC2600 (Archer C2600).

Wie ihr in unserer Router Top 5 ja schon gelesen habt, ist der TP-Link AC1750 (Archer C7) unsere Empfehlung bis zu einem Budget von 100,- Euro. Wir möchten nun anhand dieses Tests herausfinden, was die höherpreisigen Geräte besser können. Dies werden wir überprüfen, indem wir dem Einstiegsmodell einen AC2600 des gleichen Herstellers gegenüberstellen. Ein großes Danke geht hier an die Firma TP-Link, die uns beide Modelle für diesen Test zur Verfügung gestellt hat.

Doch zuerst schauen wir einmal, was denn alles mitgeliefert wird:

Als erstes packen wir einmal beide Geräte aus. Beim Lieferumfang lassen sich zunächst keine großen Unterschiede feststellen. Beide Geräte kommen gut verpackt beim Käufer an. Im Karton findet man den Router selbst, ein Netzteil, die üblichen "Beipackzettel", natürlich die Antennen und ein ca. 0,5m langes Netzwerkkabel.

TP-Link Lieferumfang

Beim teureren Gerät fällt auf, dass der Router selbst und die Antennen in einer Art Schaumstoff-Folie untergebracht sind. Der Preis scheint sich also schon bei der Verpackung positiv abzuzeichnen.

Aufbau Einrichtung

Aus der einfach aufgebauten Quickstart-Anleitung entnehmen wir nun, wie man Antennen und Kabel befestigt. Hier findet sich schon ein weiterer Unterschied - die Antennen. Auch hier hat das größere Gerät mit 4 zu 3 Antennenplätzen die Nase vorn. Nach dem Zusammenbau schalten wir den Router ein und warten kurz bis die LEDs die Bereitschaft anzeigen.

Die IP-Adresse zum Zugriff auf den Router entnehmen wir auch der Anleitung. Bei der ersten Anmeldung wird man von beiden Geräten zunächst aufgefordert die Basiseinstellungen durchzuführen und das Routerkennwort zu ändern.

Anm. der Redaktion: Routerpasswörter sollten nach der Erstinstallation unbedingt geändert werden, um unbefugte Zugriffe von Außen vorzubeugen!

TP-Link Setup-Bildschirm

Wenn wir schonmal in den Einstellungen zu Gange sind, stellen wir auch gleich die WPS-Funktion der Geräte testweise aus. Aus eigener Erfahrung ist die Anmeldung ans WLAN mit der normalen Kennwort-Funktion zeitweise unkomplizierter in der Handhabung. Noch kurz das Passwort notiert, bevor wir es vergessen, dann kann es eigentlich schon losgehen. Lasst uns aber zuerst einen Blick auf die technischen Daten werfen.

TP-Link Archer C2600 Quelle: tp-link.de

Daten Funktionen

In den Grundfunktionen sind beide Geräte fast identisch. Man findet an beiden Routern 4 Gigabit-LAN-Ports und einen WAN-Anschluss mit selbiger Geschwindigkeit. DHCP, uPnP, DMZ, QoS, eine SPI-Firewall sowie MAC-Filter sind natürlich auch mit an Bord. Zwei USB-Ports zum Anschluss von Datenträgern bzw. zur Freigabe von Dateien und Druckern, stehen an beiden Routern zur Verfügung. Hier hat der TP-Link Archer C2600 wieder die Nase vorn.

Zugunsten der Geschwindigkeit sind hier die Ports mit USB3.0 spezifiziert, während beim Archer C7 nur USB2.0 zur Verfügung steht. Auch in Sachen WLAN spiegelt sich beim großen Gerät der Preis in der Ausstattung wieder. Beide Geräte sind Dualband-Router und können daher mit 2.4GHz und 5 GHz funken. Bei letztem heißt es 1.300 zu 1.733 Mbit/s. Die MU-Mimo-Technik in Verbindung mit Beamforming trägt einen großen Teil dazu bei. Der Archer C7 hat leider nicht die Funktion, das Signal auf den Empfänger auszurichten. Die Signal-Abdeckung ist bei beiden Geräten allerdings mehr als ausreichend.

WLAN-Abdeckung

Zur Veranschaulichung der Signal-Qualität und der Reichweite, nutze ich ein Heatmapper-Tool. Auf einem Laptop, Tablet oder dergleichen installiert, lässt sich damit sehr gut die Abdeckung darstellen. Dabei werden auch Störeinflüsse, wie andere Netzwerke, aufgedeckt und man kann so den optimalen Router-Standort bestimmen.

TP-Link WLAN-Abdeckung

In unserem Beispiel steht der Router jeweils oben links im Raum. An den Rändern wird angezeigt, welche Netzwerke sich in der Umgebung befinden. Wie man sieht, sind das schon ziemlich viele - selbst für eine Kleinstadt, wo der Test durchgeführt wurde.

Zusätzlich wurde in einem Nebenraum noch ein etwas älterer Router mit DD-WRT-Software aufgestellt, der quasi dazwischenfunkt. Trotz der immensen Störeinflüsse war das Ergebnis eine Abdeckung der gesamten Wohnung mit einem guten W-LAN-Signal. Diese Aufgabe bewerkstelligten beide Geräte in etwa gleich.

Abschließend lässt sich wohl sagen, dass es bei der Routerwahl ähnlich wie beim Kauf eines Neuwagens ist. Je mehr Ausstattung, umso höher wird der Preis. Welche der angebotenen Sonderausstattung man braucht, entscheidet der Käufer am Ende selbst.

Wir würden gerne mal wissen, auf welche Funktionen du bei einem Router niemals verzichten würdest. Schreib es uns in die Kommentare!

Quelle(n): TP-Link

26. Feb 2016, 10:22
1716
Andreas Hirschhäuser
Deine Reaktion

0

0

0

0

0

0

0