Windows 10 - Betriebssystem mit Spionagefunktion

Windows 10 ermöglicht Microsoft den Zugriff auf umfangreiche Benutzerdaten. Gleichzeitig soll es Nutzern aber nicht möglich sein Informationen über anstehende Updates einzusehen.

Es war zu erwarten und wundern tut es auch niemanden. Windows 10 sammelt fleißig Benutzerdaten was wiederum Fragen zur Legalität aufruft. So überprüft der Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte der Schweiz momentan ob Windows 10 mit dem dortigen Datenschutzgesetz vereinbar ist. Die, vor allem für Unternehmen sehr praktische, Cloudspeicherung bringt so manchen Privatbenutzer an den Rand der Hysterie.

Das neue Betriebssystem würde die Inhalte der Festplatten direkt an die Microsoft Server senden. Dies ist zwar kompletter Unsinn, jedoch sollte man nun erwarten, dass Microsoft zur Entspannung der Lage beitragen würde. Genau das Gegenteil ist jedoch eingetreten. Microsoft gab bekannt, man wolle die Inhalte der automatischen Updates nur dann dem Nutzer anschaulich machen, wenn man die Updates als signifikant betrachten würde. Wäre das nicht der Fall bekämen die Nutzer den neuen Code auf ihren Rechner geladen ohne zu wissen was dieser bewirke. Tatsächlich war dies auch schon bei früheren Windows Versionen der Fall. Dort konnte man sich jedoch einfach dazu entscheiden das unbekannte Update nicht runterzuladen.

Ein weiteres Problem stellen die Sammel-Updates dar. Mehrere Updates werden gut verpackt und unbeschriftet direkt auf dem Computer des Nutzers installiert ohne den Kunden über die damit einhergehenden Änderungen zu informieren. Außerdem wurde kürzlich bekannt, dass Windows 10, anders wie versprochen, auch in der fertigen Version Daten eurer Tastatureingaben sammelt und alle 30 Min. gebündelt an Microsoft übermittelt - Dies geht aus einer Traffic Analyse heraus, welche kürzlich ihren Weg ins Netz fand. Doch viel schlimmer dürfte wohl sein, dass auch an den PC angeschlossene Webcams, Daten an Microsoft übertragen sollen. Ob hier auch Bilder direkt an Microsoft gesendet werden, ist bislang nicht nachgewiesen.

Viele Besitzer von Windows 7 und 8 warten deshalb mit dem Wechsel zu Windows 10. Schaden tut das dem Konzern aber nicht. Im Vergleich zu Windows 8 sei das neue Betriebssystem schon weitaus erfolgreicher verkündete Microsoft. Bereits über 75 Millionen Rechner hätten Windows 10 installiert.

Hast du Windows 10 schon installiert? Wie sind deine Erfahrungen mit dem neuen Betriebssystem. Schreib es uns in die Kommentare!

Quellen: golem, zeit

27. Aug 2015, 18:56
1965
Till Steinmetz
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