Windows 10 - Microsoft macht Schluss mit forcierten Upgrades

Keine fiesen Tricks mehr: Microsoft überarbeitet nach negativem Feedback ihre Upgrade-Strategie für Windows 10.

Die Marketingstrategie für das Betriebssystem Windows 10 ist alles andere als subtil: Wer bestimmte Updates nicht deaktiviert, wird so lange genervt, bis er das kostenlose Upgrade durchführt. In den letzten Monaten ging der Softwaregigant sogar noch einen Schritt weiter: Statt weiterhin ein optionales Update zu sein, wurde die Aufrüstung kurzerhand zum empfohlenen Update gemacht - und somit bei vielen Nutzern automatisch heruntergeladen. Auch die Möglichkeit, das kostenlose Update abzulehnen, wurde eingeschränkt: seit einiger Zeit führt das Klicken des Abbrechen-Kreuzchens im Windows 10 Dialog nicht mehr dazu, dass der Vorgang gestoppt wird.

Damit soll bald Schluss sein: In einem Gespräch mit The Verge räumt Windows Chief Terry Myerson ein, dass Microsoft zu diesen Änderungen viel Feedback erhalten hat:

"Seit wir eine neue Upgrade-Experience für Windows 10 eingeführt haben, haben wir Feedback erhalten, dass einige unserer Kunden es verwirrend fanden (...) Wir haben hart daran gearbeitet, dieses Feedback mit einzubeziehen, und werden diese Woche eine neue Upgrade-Experience veröffentlichen, die klare Optionen hat - zum sofortigen Upgrade, zu einem geplanten Termin, oder zum Ablehnen des kostenlosen Angebots."

Auch das rote X soll laut Verge demnächst wieder das tun, was der Normalverbraucher erwartet: Das Dialogfenster schließen, ohne irgendwelche Upgrades durchzuführen. Microsoft hat scheinbar eingesehen, dass die aggressive Marketingstrategie für das neue Betriebssystem einige Kunden vergrault hat. Ziel des Unternehmens war ursprünglich, Windows 10 auf einer Milliarde Rechnern zu verteilen - derzeit sind es knapp 300 Millionen. Wer von dem kostenlosen Upgrade noch gebrauch machen möchte, sollte dies jedoch zeitnah tun: Ab dem 30. Juli verfällt das Angebot, und dann wird das Betriebssystem vermutlich knapp 120€ kosten.

Hast du schon aufgerüstet, oder bleibst du lieber bei Windows 7 oder 8? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!

via The Verge

29. Jun 2016, 15:30
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Colin Kilian
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